Zum Hauptinhalt springen

Nun beginnt die Jagd auf die Nummer Zwei

Die USA haben nach der Tötung von Bin Laden die Botschaft und Konsulate in Pakistan geschlossen. Derweil sammelt die CIA Hinweise für Ayman al-Zawahri, der Nummer Zwei in der Hierarchie der al-Qaida.

Aufenthaltsort zurzeit unbekannt: Ayman al-Zawahri.
Aufenthaltsort zurzeit unbekannt: Ayman al-Zawahri.
Keystone

Nach dem Tod von Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden sucht der US-Geheimdienst CIA nun nach Hinweisen auf die mutmassliche Nummer Zwei des Terrornetzwerks, Ayman al-Zawahri. Nach der Kommandoaktion in Pakistan und der Tötung Bin Ladens, hätten die US-Truppen in dessen Unterschlupf Festplatten, DVDs und andere Dokumente gefunden, berichteten US-Vertreter. Die CIA sei bereits dabei, den Fund auszuwerten, in der Hoffnung, Hinweise auf den mutmasslichen Nachfolger Bin Ladens zu entdecken.

Nach der Tötung von Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden in Pakistan haben die USA ihre Botschaft und drei Konsulate im Land geschlossen. Für Notfälle stehen die diplomatischen Vertretungen aber weiterhin zur Verfügung.

Konsulate nur noch für «Notfälle» geöffnet

Die US-Botschaft in der Hauptstadt Islamabad sowie die Konsulate in Peshawar, Lahore und Karachi seien bis auf weiteres für den generellen Geschäftsbetrieb geschlossen worden. Für «andere Angelegenheiten» und für US-Bürger betreffende Notfälle blieben sie aber geöffnet, teilte die US-Botschaft mit.

Nach der Tötung Bin Ladens durch eine US-Spezialeinheit waren Befürchtungen von Vergeltungsmassnahmen aufgekommen. Das US-Aussenministerium gab nach dem Tod des Terroristenführers eine weltweite Reisewarnung an alle US-Bürger aus, da es zu anti-amerikanischer Gewalt kommen könnte. Die Warnung gilt bis zum 1. August.

Die grösste Talibangruppe in Pakistan hatte erklärt, Bin Ladens Tod rächen und «die Regierungen der USA und Pakistans und ihre Sicherheitskräfte» angreifen zu wollen.

Pakistan verstärkte bereits die Sicherheitsvorkehrungen in grossen Städten, bei diplomatischen Einrichtungen und am Ort der Tötung Bin Ladens in Abbottabad.

Pakistan an der Operation nicht beteiligt

Derweil äusserte sich auch die pakistanische Regierung zu ihrer Rolle: Zwar bestritt der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari, dass die Sicherheitskräfte im Land Bin Laden Unterschlupf gewährt hätten. Doch musste er einräumen, dass die Operation am Montagmorgen keine gemeinsame der - zumindest dem Namen nach - Verbündeten war.

Die Regierung in Islamabad wurde von den US-Behörden erst informiert, als Bin Laden tot und das US-Kommando mit seinem Hubschrauber in Afghanistan gelandet war - von wo aus es auch gestartet war. Die US-Behörden erklärten die Geheimhaltung mit Gründen der Sicherheit, viele Pakistaner reagierten empört: Die Souveränität des Landes sei durch den Alleingang der Amerikaner verletzt worden.

dapd/mrs

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch