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Pakistan entdeckt den neuen Feind

Der Geheimdienst ISI betrachtet neuerdings nicht mehr nur Indien als Feind, sondern auch die Taliban. Doch die traditionellen Beziehungen zu den radikalen Islamisten sind nach wie vor intakt.

Pakistan hatte immer schon einen Erzfeind – und das sind nicht die Taliban. Gespräche mit Vertretern des Militärs, des Geheimdienstes und auch mit Politikern gelangen stets zu diesem Punkt: Sie alle nennen Indien als die wesentliche Bedrohung. Beide Nationen haben schon Kriege um die Provinz Kashmir ausgefochten, sich im Wettstreit zu Atommächten hochgerüstet. Pakistan bildete einst Jihadis für den Kampf gegen den als übermächtig empfundenen Nachbarn aus – und hat nun selbst ein massives internes Problem mit den Islamisten, die ausser Kontrolle geraten sind. «Unsere Abneigung gegen Indien bekommen wir schon von klein an eingeimpft», sagt ein Pakistaner, er klingt wie viele seiner Landsleute.

Indiens Regierung ist sicher, nicht nur die Attentäter der Mumbai-Anschläge 2008 seien alle Pakistaner, sondern der Geheimdienst habe die Attacken auch gesteuert. Seitdem ist der Dialog zwischen beiden Nationen zum Erliegen gekommen, jüngste Annäherungsversuche endeten in Beschuldigungen.

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