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Pakistans Ohnmacht gegenüber dem Terror

Mehrere Taliban-Gruppen haben sich zum Anschlag in Wagah bekannt. Sie wollten sich offenkundig für die Armeeoffensive in Waziristan rächen.

Ein Überlebender des Bombenanschlags am Grenzposten Whaga. Foto: M. Rana (Reuters)
Ein Überlebender des Bombenanschlags am Grenzposten Whaga. Foto: M. Rana (Reuters)

Jeden Abend, wenn Indien und Pakistan am Grenzposten Wagah ihre Flaggen einholen, üben sich die beiden Erzrivalen in einem zirkusreifen Spektakel. Die Grenztruppen der beiden Atommächte tragen Turbane mit bunten Fächern auf dem Kopf, sie marschieren zackig auf und ab, rechts herum und links herum, sie stampfen mit ihren klobigen Stiefeln auf den Boden und werfen ihre Beine so hoch, dass die Fussspitzen beinahe den Scheitel berühren. Die Grenzparade von Wagah lockt jeden Tag Hunderte Be­sucher auf die Tribünen. Die Zeremonie bedient den nationalen Stolz zweier verfeindeter Atommächte, die schon dreimal seit der Unabhängigkeit 1947 Krieg gegeneinander führten. Wenn die Flaggen abends dann eingeholt sind, gehen alle Besucher zufrieden nach Hause.

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