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Spezialtruppen wollen Hotel in Mumbai stürmen

Auch zwei Tage nach den Terroranschlägen in der indischen Metropole Mumbai ist das Luxushotel Taj Mahal noch nicht ganz befreit. Mindestens ein Terrorist leistet erbitterten Widerstand.

Eines der wenigen Bilder eines Attentäters von Mumbai. Es häufen sich die Hinweise, dass mindestens ein Teil der Terroristen aus Pakistan stammt.
Eines der wenigen Bilder eines Attentäters von Mumbai. Es häufen sich die Hinweise, dass mindestens ein Teil der Terroristen aus Pakistan stammt.
Keystone
Im jüdischen Chabad House kämpfen die Truppen derzeit gegen die letzten verbliebenen Terroristen.
Im jüdischen Chabad House kämpfen die Truppen derzeit gegen die letzten verbliebenen Terroristen.
Keystone
Getroffen hat es nicht nur Ausländer, sondern auch Angestellte, Polizisten und wohlhabende inländische Touristen.
Getroffen hat es nicht nur Ausländer, sondern auch Angestellte, Polizisten und wohlhabende inländische Touristen.
Keystone
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Indische Sicherheitskräfte haben einen weiteren Versuch unternommen, das belagerte Luxushotel Taj Mahal in Mumbai von Terroristen zu befreien. Dies berichtete der US-Fernsehsender CNN. Zuletzt hatte es geheissen, mindestens ein Terrorist habe sich dort verschanzt. Aus dem Gebäude seien Schusswechsel zu hören. Im Hotel Taj Mahal befinden sich grosse Mengen Sprengstoff, wie der Online-Nachrichtendienst von CNN berichtete.

Zwei Tage nach dem Beginn der Terrorwelle in der indischen Metropole Mumbai haben die Sicherheitskräfte die Lage weitgehend unter Kontrolle. Kommandotrupps hatten am Freitag nach stundenlangen Gefechten mit Extremisten die Besetzung des Luxushotels Oberoi und eines jüdischen Zentrums beendet.

Rabbiner-Ehepaar unter den Opfern

Die Zahl der Toten stieg unterdessen nach dem Fund weiterer Leichen auf mehr als 160, rund 370 Menschen wurden verletzt. Insgesamt befinden sich unter den Toten 22 Ausländer, wie die Behörden berichten. Unter den Opfern sind drei Deutsche, zwei Franzosen und vier Amerikaner - darunter ein Rabbiner-Ehepaar. Weitere Todesopfer stammen aus Japan, Kanada und Australien.

Im Zentrum der jüdisch-orthodoxen Organisation Chabad Lubavitch fanden Spezialkräfte der Polizei nach der Erstürmung des Gebäudes die Leichen von fünf Geiseln, wie die Behörden mitteilten. Auch zwei der Attentäter, die das Gebäude seit Mittwoch besetzt hielten, sind indischen Angaben zufolge unter den Toten. Insgesamt sollen mindestens elf Terroristen ums Leben gekommen sein.

Während den Attentaten am Mittwochabend in Mumbai befanden sich auch 30 Schweizer Bürgerinnen und Bürger an den «Anschlagsorten», wie EDA-Sprecher Georg Farago sagte. Alle blieben unverletzt.

«Elemente in Pakistan» verantwortlich gemacht

Die indische Regierung machte «Elemente in Pakistan» für die Terrorwelle verantwortlich. Beweise gebe es aber nicht, räumte Aussenminister Pranab Mukherjee ein. Ministerpräsident Manmohan Singh hatte am Donnerstag erklärt, die Angriffe seien von militanten Extremisten ausserhalb Indiens vorbereitet worden. Der pakistanische Verteidigungsminister Ahmed Mukhtar wies jede Beteiligung seines Landes an den Terrorakten in Mumbai zurück.

Ein festgenommener Terrorist berichtete laut dem Sender NDTV, rund 40 Komplizen seien an den Angriffen beteiligt gewesen, die meisten von davon kämen aus Pakistan.

ap/sda/vin

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