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Studentinnen dürfen keinen Lippenstift mehr tragen

Ein Lippenstiftverbot an einer Universität in Pakistan hat zu einem Aufschrei in sozialen Medien geführt.

Den Fundamentalisten ist Lippenstift ein Dorn im Auge: Pakistanische Studentinnen anlässlich der letzten Sonnenfinsternis Ende Dezember 2019.
Den Fundamentalisten ist Lippenstift ein Dorn im Auge: Pakistanische Studentinnen anlässlich der letzten Sonnenfinsternis Ende Dezember 2019.
Fareed Khan, Keystone

Die Hochschule von Azad Jammu und Kaschmir im pakistanisch kontrollierten Teil der umstrittenen Region Kaschmir hat in einem Rundschreiben angeordnet, dass Studentinnen keinen Lippenstift mehr tragen dürfen.

Nutzer in sozialen Medien bezeichneten die Anordnung als «rückschrittlich» und «unterdrückend». Aktivistinnen verurteilten den Schritt scharf. «Diese Entscheidung spiegelt wider, dass Konservatismus und Radikalisierung in der Gesellschaft auf dem Vormarsch sind», sagte die pakistanische Menschenrechtsaktivistin Farzana Bari zur Nachrichtenagentur DPA.

Sie erinnerte daran, dass es bereits in der Vergangenheit immer wieder Versuche gegeben haben, Studentinnen Vorschriften über ihr Äusseres zu machen. Pakistanische Frauen gingen aber trotz aller Widrigkeiten dagegen an.

Im September hatten die Behörden im Nordwesten Pakistans nach Protesten eine Anordnung zurückgezogen, nach der Schulmädchen bereits ab der ersten Klasse ihren Körper und Kopf nach islamischer Tradition mit weiter Kleidung und Kopftuch oder einer Burka, die auch das Gesicht verhüllt, bedecken hätten müssen.

SDA/nag

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