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Terror in Mumbai: Die dreissig betroffenen Schweizer sind alle wohlauf

Insgesamt dreissig Schweizer waren von den Terroranschlägen in Mumbai direkt betroffen. Sie hatten grosses Glück: Laut den Behörden überstanden sie alle die Ereignisse unverletzt.

Eines der wenigen Bilder eines Attentäters von Mumbai. Es häufen sich die Hinweise, dass mindestens ein Teil der Terroristen aus Pakistan stammt.
Eines der wenigen Bilder eines Attentäters von Mumbai. Es häufen sich die Hinweise, dass mindestens ein Teil der Terroristen aus Pakistan stammt.
Keystone
Im jüdischen Chabad House kämpfen die Truppen derzeit gegen die letzten verbliebenen Terroristen.
Im jüdischen Chabad House kämpfen die Truppen derzeit gegen die letzten verbliebenen Terroristen.
Keystone
Getroffen hat es nicht nur Ausländer, sondern auch Angestellte, Polizisten und wohlhabende inländische Touristen.
Getroffen hat es nicht nur Ausländer, sondern auch Angestellte, Polizisten und wohlhabende inländische Touristen.
Keystone
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Insgesamt dreissig Schweizerinnen und Schweizer hielten sich gestern in Mumbai an Orten auf, auf welche Terroranschläge verübt wurden. Dies bestätigt das Eidgenössische Departement für ausländische Angelegenheiten (EDA) gegenüber Redaktion Tamedia. «Die betroffenen Schweizer haben die Terroranschläge unverletzt überstanden», erklärte Sprecher Georg Farago am Freitagnachmittag. Das Schweizer Konsulat stehe mit den Betroffenen in Kontakt. Eine spezielle Behandlung von Care-Teams gebe es nicht.

Sechs Kuoni-Reisende im Hotel Taj Mahal

Im Hotel Taj Mahal hielten sich zur Zeit des Eindringens der Attentäter sechs Kuoni-Reisende auf, wie Peter Brun, Sprecher des Reiseveranstalters gegenüber Redaktion Tamedia bestätigt. «Sie sind zum Glück alle gerettet und wohlauf.» Laut Brun war es Kuoni möglich, relativ rasch mit den Betroffenen Kontakt herzustellen. Diese würden nun von eigenen Reiseleitern vor Ort betreut. Dabei habe man auch geprüft, ob und wann eine Rückkehr in die Schweiz möglich sei. Kuoni hat ein Büro direkt im Taj-Hotel in Mumbai.

Von den sechs Kuoni-Touristen sind zwei bereits heute in die Schweiz zurückgekehrt, zwei werden morgen nach Hause fliegen. Weitere zwei Personen haben sich entschieden, ihre Rundreise in Indien fortzusetzen. Brun hat keine Kenntnisse, wo sich die betroffenen Kuoni-Touristen zum Zeitpunkt der Angriffe der Terroristen im Hotel Taj aufhielten und ob Sie vor den Terroristen haben fliehen müssen.

Schweizer Tourasia-Reisende im Glück

Glimpflich verlief die Indienreise einer Gruppe von Schweizern des Reiseveranstalters Tourasia. Die Touristen waren gerade auf der Anfahrt ins Hotel Oberoi gewesen, als die Terroristen in den Gebäudekomplex eindrangen.« Wir hatten ein Riesenglück», erklärt Stephan Roemer, Geschäftsführer des Reisebüros, «wir konnten im letzten Moment umleiten.»

«Schreckliches Ereignis» für den Indien-Tourismus

Hannes Wettstein, Geschäftsführer auf den Indien-Tourismus spezialisierten Zürcher Reisebüros Insight-Reisen, spricht von einem «schrecklichen Ereignis» für den Tourismus in Indien. «Natürlich sind die Leute nun verunsichert», sagt er, «schlimm ist, dass die indische Polizei die Situation so lange nicht unter ihre Kontrolle bringen kann und diese Bilder um die Welt gehen.»

Derzeit können die aus den Hotel geretteten Touristen über den Flughafen Mumbai in ihre Heimatländer zurückreisen, der Flugverkehr verläuft planmässig.

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