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Thailands Militär hebt Ausgangssperre auf

Nach dem Putsch hebt die regierende Junta in Thailand die Ausgangssperre auf. Eine Übergangsregierung soll erst in zwei bis drei Monaten folgen.

Lässt sich Zeit für eine Rückkehr zur Normalität: Der thailändische Armeechef Prayuth Chan-ocha (l.) mit anderen Militärs in Bangkok. (13. Juni 2014)
Lässt sich Zeit für eine Rückkehr zur Normalität: Der thailändische Armeechef Prayuth Chan-ocha (l.) mit anderen Militärs in Bangkok. (13. Juni 2014)
ASTV Manager newspaper, Keystone
Wahlen frühestens in einem Jahr: Soldaten blockieren eine Strasse in Bangkok. (30. Mai 2014)
Wahlen frühestens in einem Jahr: Soldaten blockieren eine Strasse in Bangkok. (30. Mai 2014)
EPA/Narong Sangnak
In Siam, dem Shopping-Zentrum von Bangkok, haben sich diese Soldaten aufgestellt. (20. Mai 2014)
In Siam, dem Shopping-Zentrum von Bangkok, haben sich diese Soldaten aufgestellt. (20. Mai 2014)
Reuters
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Die Militärjunta in Thailand hat drei Wochen nach der Übernahme der Macht am Freitag die in Bangkok und einem Grossteil der Provinzen noch geltende nächtliche Ausgangssperre aufgehoben. Es gebe keine Anzeichen von Gewalt, hiess es.

Die Ausgangssperre war landesweit nach dem Sturz der Regierung am 22. Mai verhängt worden und umfasste die Zeit von 22 Uhr bis 5 Uhr morgens. Später wurde sie verkürzt und in einigen der insgesamt 77 Provinzen des Landes sogar ganz aufgehoben. Zuletzt galt sie noch in der Hauptstadt und 50 weiteren Provinzen.

Übergangsregierung erst später

Das Militär um Armeechef Prayuth Chan-Ocha hatte nach monatelangen Auseinandersetzungen zwischen der gewählten Regierung unter Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra und der Opposition am 22. Mai die Macht ergriffen. Meinungs- und Versammlungsfreiheit sind seither stark eingeschränkt. Neuwahlen sollen erst ein Jahr nach der Umsetzung politischer Reformen stattfinden.

Am Freitag kündigte Prayuth ferner an, Ende August oder Anfang September eine Übergangsregierung einzusetzen. Bis dahin solle auch eine vorläufige Verfassung entworfen sein. Danach solle ein Rat Reformen in dem tief gespaltenen Land einleiten solle, an ihm sollen Vertreter der rivalisierenden Parteien beteiligt sein.

AP/rub

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