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USA bringen Raketenabwehrsystem nach Südkorea

Zwei Abschussrampen des Raketenabwehrsystems Thaad sind in Südkorea angekommen. Die USA reagieren damit auf die jüngsten Raketentests Nordkoreas.

Kims Regierung testet bereits zum zweiten Mal im März: Vier ballistische Raketen abgefeuert in Nordkorea. (7. März 2017)
Kims Regierung testet bereits zum zweiten Mal im März: Vier ballistische Raketen abgefeuert in Nordkorea. (7. März 2017)
EPA/KCNA, AFP
Ist in Südkorea nicht unumstritten: Thaad-Abwehrsystem im Test. (Archivbild)
Ist in Südkorea nicht unumstritten: Thaad-Abwehrsystem im Test. (Archivbild)
AFP
Südkorea und die USA analysieren die vorliegenden Daten zum Raketenabschuss: Südkoreanischer Sicherheitsrat tagt. (6. März 2017)
Südkorea und die USA analysieren die vorliegenden Daten zum Raketenabschuss: Südkoreanischer Sicherheitsrat tagt. (6. März 2017)
AFP
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Die US-Armee hat nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest mit der Stationierung eines Raketenabwehrsystems in Südkorea begonnen. Das nordkoreanische Regime hatte zuvor die Tests als Übung für einen Angriff auf US-Stützpunkte in Japan bezeichnet.

Der jüngste nordkoreanische Raketentest sei ein Beweis dafür, dass es nötig sei, Thaad-Systeme nach Südkorea zu bringen, sagte Harry Harris, Kommandant der US-Truppen im Pazifik, am Dienstag. Einem Bericht der südkoreanischen Agentur Yonhap zufolge sind zwei Abschussrampen im Land angekommen.

Sicherheitsrat berät

Nordkorea hat derweil seinen jüngsten Raketentest als Übung für einen Angriff auf die US-Streitkräfte bezeichnet. Potenzielles Ziel seien die Stützpunkte der US-Armee in Japan, meldete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Montag. Staatschef Kim Jong-un habe den Abschuss der Raketen persönlich überwacht.

Nordkorea hatte am Montag vier Raketen ins Japanische Meer abgefeuert und damit erneut seine Nachbarländer und die USA provoziert. Nach Angaben aus Tokio gingen drei Geschosse in der japanischen 200-Meilen-Zone nieder. Japans Regierungschef Shinzo Abe sprach von einer «neuen Stufe der Bedrohung».

Der UNO-Sicherheitsrat berät am Mittwoch in einer Dringlichkeitssitzung über den Raketentest. Das Treffen wurde für 10 Uhr (Ortszeit, 16 Uhr MEZ) angesetzt, wie die US-Botschaft bei den Vereinten Nationen in New York mitteilte. Die USA und Japan hatten die Dringlichkeitssitzung beantragt.

Trump telefoniert mit Abe

Die US-Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley, schrieb auf Twitter, die Welt werde Nordkorea nicht erlauben, seinen «destruktiven Weg» weiterzugehen. US-Präsident Donald Trump und Japans Regierungschef Abe telefonierten am Montag wegen des Raketentests, wie ein US-Regierungsvertreter sagte.

Abe sagte nach dem Gespräch, Japan und die USA seien sich einig, dass die nordkoreanischen Raketenabschüsse eine «klare Verletzung der Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen und eine deutliche Herausforderung der regionalen und internationalen Gemeinschaft darstellen». Der US-Präsident haben Japan die «hundertprozentige» Unterstützung der USA zugesichert, sagte Abe.

Provokationen unterlassen

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat den jüngsten Raketentest Nordkoreas verurteilt. Er forderte Pyongyang über einen Sprecher auf, künftig derartige «Provokationen» zu unterlassen. «Solche Aktionen verletzen Sicherheitsratsresolutionen und untergraben ernstlich den regionalen Frieden und die Stabilität.» Nordkorea müsse seine internationalen Verpflichtungen «in vollem Umfang» erfüllen.

Nordkorea hatte im vergangenen Jahr zwei Atomwaffentests und eine Reihe von Raketentests vorgenommen. Das isolierte kommunistische Land verstiess damit gegen mehrere Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats. Seit dem ersten Atomwaffentest Nordkoreas im Jahr 2006 belegte der Sicherheitsrat das Land in sechs Runden mit Sanktionen.

SDA/chk

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