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USA verkaufen Taiwan Waffen für 1,8 Milliarden

Erstmals seit vier Jahren sollen wieder US-Waffen nach Taiwan geliefert werden. China droht mit Sanktionen.

Wird mit Waffen aus den USA unterstützt: Taiwans Armee während einer Übung. (Archivbild)
Wird mit Waffen aus den USA unterstützt: Taiwans Armee während einer Übung. (Archivbild)
Sam Yeh, AFP

Die USA haben einen 1,8 Milliarden Dollar schweren Waffendeal mit Taiwan bekanntgegeben. Es ist die erste Waffenlieferung der USA an Taiwan seit vier Jahren. Der geplante Verkauf von Fregatten nach Taiwan stiess in China bereits im Vorfeld auf Protest.

Der Geschäft solle die Selbstverteidigungskraft Taiwans stärken, teilte das US-Aussenministerium in Washington am Mittwoch mit. Die Volksrepublik China sei am Mittwoch darüber informiert worden. Er gehe nicht davon aus, dass die Beziehungen zu Peking wegen des Geschäfts zwangsläufig leiden müssten, sagte ein Ministeriumssprecher.

Das Rüstungspaket umfasst demnach zwei Fregatten der Perry-Klasse, Amphibienfahrzeuge, Panzer- und Flugabwehrraketen sowie Feuerleitsysteme. Es gilt als wahrscheinlich, dass der Kongress das Rüstungsgeschäft rasch genehmigt.

China droht

Nach dem von den USA angekündigten Waffendeal mit Taiwan hat China mit Sanktionen gedroht. Die Strafmassnahmen gälten den Firmen, die am Geschäft beteiligt sein würden, teilte das Aussenministerium in Peking am Donnerstag mit. Die Drohung findet sich in einer diplomatischen Protestnote, die Vize-Aussenminister Zheng Zeguang an den zweithöchsten US-Diplomaten in Peking am Vorabend übermittelt hatte.

China würde alle nötigen Massnahmen ergreifen, um seine nationalen Interessen zu verteidigen, hiess es darin weiter. Das Waffengeschäft schade Chinas Souveränität und Sicherheitsinteressen massiv.

Beziehungen kürzlich verbessert

Die Beziehungen zwischen Taiwan und China, das die Insel für sich beansprucht, hatten sich zuletzt verbessert, doch ist Washington besorgt über die chinesische Militärpolitik in der Region. Seit dem Ende des Bürgerkrieges in China 1949 ist Taiwan ein Konfliktherd in Asien.

Nach der Flucht der Truppen der chinesischen Kuomintang betrachtet die kommunistische Führung die Insel bis heute als abtrünnige Provinz. Im Falle einer formellen Unabhängigkeit droht Peking mit einer gewaltsamen Rückeroberung. Die USA fühlen sich der Verteidigung der jungen Demokratie verpflichtet.

sda/AP/chk

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