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Usbekistan schliesst die Grenze

Angesichts des Ansturms von kirgisischen Flüchtlingen schliesst die usbekische Regierung die Grenze zum Nachbarland. Sie verlangt internationale Unterstützung.

Erhalten keinen Einlass mehr: Flüchtlinge an einem Grenzübergang zu Usbekistan.
Erhalten keinen Einlass mehr: Flüchtlinge an einem Grenzübergang zu Usbekistan.

«Ab heute werden wir von der kirgisischen Seite keine Flüchtlinge mehr akzeptieren, weil wir sie nicht unterbringen können», sagte Vize-Ministerpräsident Abdullah Aripow am Montag. Er gab die Zahl der bereits registrierten Flüchtlinge mit 45'000 an.

«Wir brauchen humanitäre Hilfe von internationalen Organisationen», sagte Aripow beim Besuch eines Flüchtlingslagers nahe der kirgisischen Grenze. Das usbekische Katastrophenschutzministerium hatte zuvor die Zahl der Flüchtlinge in der Region Andijan im Osten des Landes sogar mit mindestens 60'000 angegeben. Allerdings erfasste das Ministerium lediglich die erwachsenen Flüchtlinge, tausende Kinder blieben in dieser Aufstellung unberücksichtigt.

Auslöser des Flüchtlingsstroms sind die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Kirgisen und Angehörigen der usbekischen Minderheit, die den Süden Kirgistans seit vergangenem Freitag erschüttern. Dabei kamen nach neuen Angaben des kirgisischen Gesundheitsministeriums mindestens 124 Menschen ums Leben, mehr als 1600 wurden verletzt.

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