Zum Hauptinhalt springen

US-Bürger droht in Nordkorea die Todesstrafe

Pyongyang wirft dem US-Amerikaner Kenneth Bae vor, er habe die kommunistische Regierung in Nordkorea stürzen wollen. Er war im November 2012 mit Touristen durchs Land gereist.

Kim Jong-un macht mit seinen Machtspielen weiter: Nordkoreanische Militärparade. (Archivbild)
Kim Jong-un macht mit seinen Machtspielen weiter: Nordkoreanische Militärparade. (Archivbild)
Keystone

Nordkorea hat die Anklage eines US-Bürgers wegen feindlicher Akte gegen das Land angekündigt. Aus der Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA ging nicht hervor, wann dem beschuldigten Kenneth Bae der Prozess gemacht werden solle.

Bae war nach nordkoreanischen Angaben am 3. November als Tourist in das abgeschottete Land eingereist. Das US-Aussenministerium informierte am 11. Dezember über die Festnahme eines US-Bürgers, äusserte sich aber nicht zu dessen Identität. Am 21. Dezember bestätigte Pyongyang dann Baes Festnahme. Eine südkoreanische Zeitschrift identifizierte Bae als 44-jährigen Tourismusmanager, der mit Touristen durch Nordkorea gereist sei, von denen einer eine Computer-Festplatte mit sensiblen Daten mit sich geführt habe.

Sechs US-Bürger in drei Jahren verhaftet

In der Vergangenheit waren in Nordkorea wiederholt US-Bürger festgenommen und nach Verhandlungen mit ranghohen US-Vertretern freigelassen worden. So reiste der frühere US-Präsident Jimmy Carter im Jahr 2010 in das Land und erreichte die Freilassung der zu acht Jahren Zwangsarbeit verurteilten Aijalon Mahli Gomes, die angeblich illegal nach Nordkorea eingereist war. Ein Jahr zuvor hatte Ex-Präsident Bill Clinton in ähnlicher Mission zwei Journalistinnen nach Hause geholt, die auch wegen illegalen Grenzübertritts festgehalten worden waren.

In den vergangenen Wochen spitzte sich der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel allerdings stark zu. So kappte Nordkorea alle Notfallverbindungen zu Südkorea und schloss auch die gemeinsam betriebene Sonderwirtschaftszone Kaesong. Zudem provozierte das Land die Weltgemeinschaft mit Raketenstarts und Atomtests und drohte mit Atomangriffen auf Südkorea und die USA. Nach einem Atomtest im Februar hatte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängt.

AP/AFP/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch