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Verseuchte Eier in China

Nicht nur Milch ist mit der schädlichen Chemikalie Melamin gepanscht, auch Hühnerfutter ist damit künstlich aufgebessert worden. In immer mehr Eiern werden unzulässige Melaminwerte entdeckt.

Während der Ermittlungen sei der Direktor einer Futtermittelfabrik in der Provinz Liaoning festgenommen worden, berichtete die Pekinger Zeitung «Xinjingbao». Es wird vermutet, dass auch andere Hersteller den Proteingehalt ihrer Futtermittel mit der gefährlichen Chemikalie künstlich erhöht haben. Melamin wird in der Industrie als Bindemittel eingesetzt und darf nicht in Lebensmitteln benutzt werden.

Ein «offenes Geheimnis»

Die Hongkonger Nahrungsmittelaufsicht hatte vor kurzem bereits drei Sorten importierter Eier aus verschiedenen Provinzen Chinas beanstandet, was darauf hindeutet, dass grössere Teile der Futtermittelindustrie betroffen sein könnte.

Es sei ein «offenes Geheimnis», das aus Industrieabfällen gewonnenes Melamin verbotenerweise in Viehfutter gemischt werde, schrieb die Zeitung «Nanfang Ribao».

Verbot für Journalisten

Ähnlich wie nach der Entdeckung der Chemikalie in Milchpulver, an der 53'000 Kleinkinder in China erkrankt und mindestens vier gestorben sind, wurden erste Erkenntnisse über die belasteten Eier seit Wochen vertuscht. Darüber durfte jedoch nicht in chinesischen Medien berichtet werden.

Erst als die Hongkonger Nahrungsmittelaufsicht erste Eier aus dem Handel zog, reagierten auch chinesische Behörden. Vorher waren zum Beispiel amtliche Stellen in der Provinz Liaoning angewiesen worden, Anfragen über Melamin in Eiern abzuweisen, wie das Blatt «Xinjingbao» berichtete.

Babys noch immer im Spital

Noch immer sind 2390 Babys in chinesischen Kliniken, nachdem sie Melamin versetzte Milchprodukte verzehrt hatten. Der Zustand eines der Kinder sei ernst, wie das Pekinger Gesundheitsministerium am Donnerstag erklärte.

SDA/cpm

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