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Versöhnliches von Kim Jong-un

Nordkoreas Staatschef würdigte die jüngste Vereinbarung mit dem südlichen Nachbarn.

Das sei ein Meilenstein in den Beziehungen zu Südkorea: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un. (Archivbild)
Das sei ein Meilenstein in den Beziehungen zu Südkorea: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un. (Archivbild)
AFP

Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un hat sich laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA positiv zur jüngst getroffenen Vereinbarung mit dem Süden geäussert. Diese sei ein Meilenstein und könne den Weg für eine Entschärfung der militärischen Spannungen ebnen, sagte er.

Möglich geworden sei dies jedoch nur durch die Stärke der Streitkräfte und die Abschreckungswirkung der atomaren Landesverteidigung, liess sich der Machthaber am Freitag weiter zitieren.

Am Dienstag hatten sich die verfeindeten Seiten auf Schritte zur Entschärfung ihrer jüngsten Krise verständigt, in deren Zuge es sogar zum gegenseitigen Artilleriebeschuss kam.

Sie vereinbarten unter anderem Gespräche über eine ganze Reihe von Fragen zur Verbesserung der Beziehungen. Dazu gehören auch Treffen von Familien, die seit Jahrzehnten durch die Grenze getrennt sind. Seit dem Ende des Korea-Krieges 1950 bis 1953 sind beide Staaten formell noch im Kriegszustand.

Kim Jong-un entlässt Militärbeamte

Der nordkoreanische Staatschef hat zudem einige hohe Militärbeamte gefeuert. Warum die Mitglieder der Nationalen Verteidigungskommission gehen mussten, erwähnte die amtliche Nachrichtenagentur nicht. Doch vermuten Beobachter eine mögliche Verbindung zu Landminenexplosionen in der demilitarisierten Grenzzone, durch die zwei südkoreanische Soldaten verstümmelt wurden. Seoul machte den Norden dafür verantwortlich.

Nach dem Vorfall liess Südkorea die Grenze nach elfjähriger Unterbrechung wieder mit Propagandalautsprechern beschallen. In der Folge schaukelte sich der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel hoch: Beide Seiten beschossen sich vergangene Woche mit Artillerie. Der Norden drohte mit Krieg und verlegte nach Angaben aus Seoul Truppen und U-Boote ins Grenzgebiet.

SDA/chk

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