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Wahlen in Nordkorea – Junta soll Kim gestürzt haben

Die Nordkoreaner wählten ihr Pseudoparlament. Beobachter glauben, Kim wolle so seine Leute befördern. Laut einem Überläufer ist der «geliebte Führer» jedoch gar nicht mehr an der Macht.

Trat im Wahlkreis 111 beim «heiligen» Berg Paektu an: Kim Jong-un wirft seinen Wahlzettel in die Urne. (9. März 2014)
Trat im Wahlkreis 111 beim «heiligen» Berg Paektu an: Kim Jong-un wirft seinen Wahlzettel in die Urne. (9. März 2014)
KCNA, Reuters
Pro Wahlkreis wurde nur ein Kandidat für die Wahl zur Obersten Volksversammlung aufgestellt: Wähler vor einem Wahllokal in Pyongyang. (9. März 2014)
Pro Wahlkreis wurde nur ein Kandidat für die Wahl zur Obersten Volksversammlung aufgestellt: Wähler vor einem Wahllokal in Pyongyang. (9. März 2014)
Jon Chol Jin, Keystone
Ein Überläufer behauptet, der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un sei durch eine Junta entmachtet worden: Kim Jong-un (r.) und Offiziere bei der Kim-Il-sung-Universität im Wahlkreis 105, um einen Abgeordneten für die Oberste Volksversammlung zu wählen. (9. März 2014)
Ein Überläufer behauptet, der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un sei durch eine Junta entmachtet worden: Kim Jong-un (r.) und Offiziere bei der Kim-Il-sung-Universität im Wahlkreis 105, um einen Abgeordneten für die Oberste Volksversammlung zu wählen. (9. März 2014)
KCNA, Reuters
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Nordkorea hat am Sonntag seine Oberste Volksversammlung neu gewählt, das Pseudoparlament der isolierten Diktatur. Eine Wahl hatten die knapp 16 Millionen Wahlberechtigten allerdings nicht. Auf den Wahlzetteln der 687 Einerwahlkreise stand jeweils nur ein Name. Hätte jemand in dieser de facto offenen Wahl gegen den offiziellen Kandidaten gestimmt, er hätte den Machtapparat zur Repression geradezu aufgefordert. Schon eine Nichtteilnahme wird als Subversion taxiert. Entsprechend meldete Pyongyangs staatliche Nachrichtenagentur bereits um 14 Uhr eine Wahlbeteiligung von 91 Prozent. Die Wahllokale schlossen um 18 Uhr.

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