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WCs tun not

In Indien gibt es trotz aller Entwicklung Hunger. Warum nur?

Nach einem Wasserrohrbruch waschen sich in Neu-Delhi die Menschen in einer Pfütze. Foto: TA-Archiv
Nach einem Wasserrohrbruch waschen sich in Neu-Delhi die Menschen in einer Pfütze. Foto: TA-Archiv

Wo einst Maharadschas regierten, geben heute Milliardäre den Ton an. Indiens wirtschaftliche und technologische Entwicklung in den letzten Jahrzehnten war rasant. Es gilt nicht mehr als Dritte Welt, sondern als aufstrebendes Schwellenland mit grossem Potenzial. Als Land, dem die Zukunft gehört.

Mag sein. Noch ist es jedoch vor allem ein Land der schreienden Gegensätze. Hochhäuser neben Slums sind das eine, neuer Reichtum neben Millionen von Hungernden das andere. Allem Fortschritt zum Trotz ist in Indien noch immer ein grösserer Teil der Bevölkerung unterernährt als in Nordkorea und Bangladesh, Zimbabwe und Niger. 65 Millionen unter Fünfjährige leiden in Indien an Wachstums­störungen; 1,7 Millionen Kleinkinder sterben jährlich an Mangel­ernährung.

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