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Wenn Diplomaten zu deutlich werden

Der Chef des Japan-Büros der US-Regierung setzt sich in Japan in die Nesseln. Er lästerte über die Bewohner von Okinawa – frei von der Leber weg.

Kevin Maher hat aus Wikileaks nichts gelernt. Der Chef des Japan-Büros im US-Aussenministerium hat die Bewohner von Okinawa in einem Vortrag als «faul» und als «Meister der Täuschung und der Erpressung» bezeichnet. Maher gehörte dem Team an, das mit Tokio die Verlegung des Marines-Stützpunkts Futenma auf Okinawa ausgehandelt hat – die aber kaum zu realisieren ist.

Die Leute von Okinawa seien so faul, dass ihre Produktion von Bittermelonen, eine Spezialität der Insel, hinter jene anderer Regionen in Japan zurückfalle, spottete Maher vor 14 Studenten, von denen einige mitschrieben und ihre Notizen der Agentur Kyodo zuspielten. Der Vortrag sollte die Studenten auf eine Studienreise nach Okinawa vorbereiten.

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