Wo der Klimawandel normal ist

In den Feuern Australiens kämpfen Tausende um ihre Häuser, ihre Zukunft. Vorschläge vonseiten der Aborigines finden keinen Anklang.

Australien war ohnehin immer heiss und trocken, nun wird die Hitze dort lebensgefährlich: Feuerwehrautos im Ort Bargo. Foto: David Gray/Getty Images

Australien war ohnehin immer heiss und trocken, nun wird die Hitze dort lebensgefährlich: Feuerwehrautos im Ort Bargo. Foto: David Gray/Getty Images

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Auf der Visitenkarte steht «Den Barber – kultureller Feuerpraktiker», und das wirkt irgendwie unpassend, bedenkt man die Gesamtsituation. Draussen wird die Luft immer dicker, weil der Wind den Qualm der Buschbrände über Sydney weht. In den ausgetrockneten Blue Mountains tobt ein verzweifelter Kampf (lesen Sie dazu auch unseren Kommentar).

112 Feuer lodern im Hinterland, sie greifen nach den Häusern, sie treiben die Menschen in Notunterkünfte, sie fordern Tausende Kräfte der Feuerwehr von New South Wales. Es ist ein verheerender Tag in den brennenden Bergen von Greater Sydney, Hunter und Shoalhaven, einer der schlimmsten in der Geschichte der Region. Ausgerechnet jetzt will Den Barber Werbung machen für die alte Praxis seiner Aborigine-Vorfahren, den Busch mit Feuer zu reinigen?

Weisheit der Ureinwohner als Lösung.

Er meint es ernst. Feuer beugt Feuer vor, wenn man es richtig einsetzt, das ist die Lehre der Ureinwohner. Die will er verbreiten mit seiner gemeinnützigen Organisation «Koori Country Firesticks». Gerade jetzt. Das Feuer ist zu gross geworden. «Es geht durch alle Systeme, alles brennt», sagt Den Barber, «so ist es nicht richtig.»

Den Barber, 55, wilde Locken, ruhiges Gemüt, ist einer von denen unter den 25 Millionen Australiern, die ihr Land verändern wollen. Genauer gesagt, die sicher sind, ihr Land verändern zu müssen, weil es nicht mehr so weitergehen kann. Von Rettung redet er nicht. Barber ist kein Fantast, er ist nur ein Australier mit Liebe zur Natur und zur Heimat, der neben einem Job im Landesamt für Wirtschafts- und Umweltplanung noch mehr zur Gesellschaft beitragen will.

Er ist stolz, dass Aborigine-Blut in seinen Adern fliesst. Und er ist froh darüber, dass er im Laufe seines bürgerlichen Lebens etwas gefunden hat, an dem er sich festhalten kann in dieser Zukunft aus Hitze, ausgetrockneten Flüssen, wütenden Feuersbrünsten. Die Weisheit der Ureinwohner sieht er als Teil einer Lösung, aber noch mehr ist sie für ihn wohl Trost. Natürlich weiss er, dass für eine echte Rettung schon vor langer Zeit etwas anders hätte laufen müssen.

Gleichgewicht gibt es nicht mehr

Die Welt, so wie sie die Vorfahren der heutigen Generationen kannten, geht gerade kaputt. Australien ist der erste Kontinent, den es derart heftig trifft. Das riesige Land auf der Südhalbkugel zwischen Indischem Ozean und Pazifik ist das trockenste und sonnigste aller Wohlstandsnationen. Es weist eine vielfältige, abenteuerlich schöne Natur auf mit Wüsten, Regenwäldern, Eukalyptusbergen, Grasland, Korallenriffen. Diese Natur ist besonders angewiesen auf das Gleichgewicht der Wetterphänomene, so wie es sich im Laufe der Erdgeschichte eingespielt hat. Aber dieses Gleichgewicht gibt es nicht mehr.

Die Menschen haben es zerstört mit ihrem mächtigen Energiebedarf. Sie haben zu viel Kohle, Öl und Gas verbrannt, sie haben zu intensiv Landwirtschaft betrieben. Sie haben dabei zu viele langlebige Gase wie Kohlendioxid oder Methan entstehen lassen, die sich in die Atmosphäre um den Planeten legen wie das Glasdach eines Treibhauses. Dieser sogenannte Treibhauseffekt führt zu wärmeren Temperaturen auf der Erde. Zur Klimaveränderung. Australien war ohnehin immer heiss und trocken, nun wird die Hitze dort lebensgefährlich.

Dieser Weihnachtssommer zeigt die verheerende Kraft besonders deutlich. Am Freitag verzeichneten 100 australische Städte Hitzerekorde. Der vergangene Mittwoch war der heisseste Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen: 41,9 Grad im Landesdurchschnitt, um ein Grad heisser als die 40,9 vom Dienstag, die auch schon ein Höchstwert waren.

Mit kontrollierten Gegenfeuern versuchen die Helfer, Wohnsiedlungen vor den Flammen zu retten. Foto: Darren Pateman, AAP/Keystone

Die Regensaison war kurz, das Land ist staubtrocken. Es häufen sich Gewitter ohne Regen – aber mit Blitzeinschlägen, die verdorrtes Buschland in Brand setzen. Jeder Funke ist gefährlich. Wer eine brennende Zigarette aus seinem Auto wirft, riskiert eine Geldbusse von 11'000 australischen Dollar (6850 Euro) und zehn Strafpunkte im Register. Trotzdem führt auch menschliches Fehlverhalten zu Bränden. Die ersten gab es schon im August, ungewöhnlich früh.

Seit Anfang November brennt es immer irgendwo. Sydney ist eingekreist von Feuern, unter anderem brennt es in Bargo, nur eineinhalb Autostunden entfernt. Wenn der Wind ungünstig weht, verschwindet die Stadt im Qualm. Am Donnerstag war der Smog besonders schlimm. Ein Spaziergang im Hafen sei gewesen, wie 100 Zigaretten zu rauchen, schrieb tags darauf der Daily Telegraph.

«Den Klimawandel kommentiere ich nicht», sagt Den Barber. Er sitzt im Wohnzimmer des befreundeten Ehepaars Graham im Stadtteil Redfern, das allerdings gerade kein Wohnzimmer ist, sondern eine Kunstgalerie. Onkel Wayne stellt hier seine Bilder aus. Onkel Wayne heisst eigentlich Wayne Krause, aber alle nennen ihn Onkel Wayne, weil er ein Aborigine-Lehrer ist, sozusagen ein Weiser aus dem Kosmos der Ureinwohner, ein Tänzer und Maler.

Die Pop-up-Ausstellung trägt den Titel «Sorry, mother. Eine Entschuldigung an Mutter Erde.» Sie findet im Haus der Grahams statt, weil Onkel Wayne ein Opfer des Feuers geworden ist. Sein Haus in Laguna ist niedergebrannt, und in das Gemeindezentrum in Wollombi, in dem er seine Gemälde eigentlich ausstellen wollte, konnte er nicht. Zu viel Rauch. Gesperrte Strasse.

Die Aborigines legten viele Feuer. Aber sie kannten ihr Land.

Den Klimawandel kommentiert Den Barber also nicht. Denn: «Ich bin kein Wissenschaftler.» Aber er ist Feuerexperte und Naturkenner, und als solcher sagt er eben doch etwas zum Klimawandel. Er öffnet seinen Laptop. Er holt ein Bild auf den Schirm, das eine Feuerbekämpferin von einem Wald nach dem Brand gemacht hat. Es zeigt graues Land mit verkohlten Stämmen, so weit das Auge reicht. «Da ist kein Blatt mehr, über Kilometer», sagt Den Barber, «kein Leben, kein Vogel. Das dauert Jahrzehnte, bis das zurückkommt.» Artensterben und tote Landschaften sind Symptome des Klimawandels. Und dagegen will er mit seiner Aborigine-Kultur des Feuermachens angehen?

Zumindest könnte er das Land damit so vorbereiten, dass das nächste Inferno nicht so schlimm wird, sagt er und erzählt von einem gesunden Spiel mit dem Feuer.

Über Zehntausende Jahre lebten die vielen einzelnen Aborigine-Clans in den australischen Weiten nach dem Takt der Natur. Das Feuer gehörte dazu. Es war für sie ein Werkzeug, um die Flur zu bereinigen. Es durfte kein undurchdringliches Dickicht entstehen, in dem man weder jagen noch Früchte sammeln noch irgendwelche Gefahren sehen konnte. Deshalb legten sie zu bestimmten Zeiten des Jahres – meistens in den Wintermonaten – an bestimmten Orten kontrollierte Feuer.


Seit Anfang November brennt es eigentlich immer irgendwo. Sydney ist eingekreist von Feuern, wenn der Wind ungünstig weht, verschwindet die Stadt im Qualm. Foto: Paul Braven/Keystone

Den Barber zeigt die Feuerstöcke, die vor ihm auf dem Tisch liegen. Ein geschnitztes Eukalyptus-Holz mit Kerben und einen Grasbaumstock. Er legt das Eukalyptus-Holz auf den Boden, steckt den Stock in die Kerbe und dreht ihn mit Kraft zwischen den Handflächen. Durch die Reibung entsteht Hitze. So stellten die alten Ureinwohner Feuer her, das sie dann mit Bedacht in der Landschaft auslegten, um Buschwerk zu lichten und herabgefallene Zweige, Blätter, Rinde zu verbrennen.

Die Aborigines legten viele Feuer. Sie kannten ihr Land. Sie wussten, wann sie das Feuer wo und wie entzünden mussten, damit es keinen ungewollten Schaden anrichtete, keine brütenden Tiere einholte, zu hoch oder zu weit loderte. Den Barber sagt: «Es war wie Rasenmähen, wenn man so will. Es ging darum, durchzufegen, das Land sauber zu halten.» Danach war der organische Müll weg, wildes Feuer hatte kaum mehr Material, das es erfassen konnte, und wenn es kam, schlug es nicht so hoch, dass es die Baumkronen und letztlich alles Grün abfackelte.

Später machten sich die Europäer breit. Die Aborigines wurden verdrängt und klein gehalten. Städte wuchsen, die Wohlstandsgesellschaft fand die kontrollierten Brände störend. Die Kultur des Feuerlegens ging verloren. Wenn Den Barber jetzt ins Land schaut, sieht er Wälder, in denen man aus seiner Sicht ein reinigendes Feuer legen sollte. Und zwar gerade in diesen Zeiten, in denen die Trockenheit so gross ist, dass jeder Blitz, jede Unachtsamkeit zur nächsten Katastrophe führen kann. «Aber die Leute sagen immer, das ist der australische Busch, das ist wundervoll», sagt er. «Ich sage, nein, das ist unaufgeräumtes Land. Eine tickende Zeitbombe. Weil es nur darauf wartet, dass das Feuer kommt.»

Falsches Natur-Management

Zu den Symptomen des Klimawandels kommt demnach ein falsches Natur-Management. Man lässt die Wälder derartig verbuschen, dass die Brandgefahr steigt. Und auch Martin Rice findet, Australiens Industriegesellschaft wäre gut beraten, wenn sie sich ausnahmsweise etwas von den Aborigines beibringen lassen würde.

Rice ist Umweltwissenschaftler, Leiter des Klimarats von Australien, und kein intimer Kenner der Ureinwohner-Kultur. Aber er weiss, dass sie etwas wissen, das die europäischen Einwanderer nicht wissen. «Die eingeborenen Australier verstehen das Land», sagt Rice, «sie wissen, wie man mit der Natur im Einklang lebt.»

Nein – mit Aborigine-Erfahrung allein wird sich die Entwicklung nicht aufhalten lassen. Die Energiequellen der Fortschrittsgesellschaft müssten sich ändern: weg von der Verbrennung fossiler Stoffe hin zu erneuerbaren Ressourcen wie etwa Sonnenkraft oder Windkraft. Martin Rice sagt, unter Wissenschaftlern gebe es bei diesem Thema Einigkeit.


«Dies ist der Klimawandel. Dies ist die Wirklichkeit»: Pferderennen in Sydney, der Widerschein der Buschfeuer färbt den Himmel orange. Foto: Mark Evans/Getty Images

Neu ist das alles auch nicht. Die erste Studie aus Australien dazu stammt von 1988. Australien hätte gute Voraussetzungen für eine Energiewende. «Wir könnten eine Weltmacht sein bei den erneuerbaren Energien.» Aber die Politik spielt nicht mit. Martin Rice appelliert deshalb schon gar nicht mehr an das Gewissen der Entscheider. Er spricht von «viel Wut und Frust in der Wissenschaftler-Gemeinde» und sagt: «Wir haben in Australien keine glaubwürdige Klimapolitik.»

Premierminister Scott Morrison, früher lautstarker Tourismus-Vermarkter, avancierte in diesen Wochen zur Symbolfigur totaler Klima-Ignoranz. Sein rechtskonservativer Wirtschaftsinstinkt sagt ihm, dass er auf keinen Fall zu viel verändern will. Schon gar nicht, wenn es um den Energiemarkt geht. Leidenschaftlich streitet er für die Kohleindustrie im Land. Wegen der Arbeitsplätze. Wegen des Werts der Kohle als australisches Exportprodukt. Vor bald drei Jahren brachte Scott Morrison einen Brocken Kohle mit ins Parlament und rief: «Die Opposition hat eine ideologische, pathologische Angst vor Kohle.»

Auf der jüngsten Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Madrid wollte seine Regierung mit konstruierten früheren Errungenschaften verschleiern, dass sie ihre aktuellen Klimaziele nicht erreicht. In den vergangenen Tagen des grossen Feuers war Morrison nicht da. Notstand herrschte. Der Sturm wühlte die Flammen auf. Zwei Feuerwehrleute starben. Morrison machte derweil Urlaub auf Hawaii (zum Bericht zu Morrisons Abwesenheit).

Am Samstag erst kehrte er zurück, bat um Entschuldigung, traf Feuerwehrleute, gab eine Pressekonferenz, auf der er erklärte, der Klimawandel sei «einer von mehreren Faktoren» bei den Feuern. Was man so macht ... Wie sehr dem Premier seine Ignoranz schaden wird, ist unklar. Es gibt Demonstrationen gegen Morrisons schale Klimapolitik. Aber es gibt auch eine beharrliche Treue vieler Australier, gerade und ausgerechnet im brennenden Hinterland.

«Es ist nur noch Asche und Kohle und schwarz und tot.»Carol Sparks, Bürgermeisterin von Glen Innes

«Die wählen ihn, was soll ich sagen.» Carol Sparks lacht bitter. Sie ist die grüne Bürgermeisterin der 8500-Einwohner-Gemeinde Glen Innes. Sie klingt erschöpft am Telefon. Es war wieder ein ungewöhnlich heisser Tag im verrauchten Brandgebiet auf dem nördlichen Hochtableau der Region New England, acht Autostunden von Sydney entfernt.

Sie muss Stärke zeigen, weil sie die Bürgermeisterin ist. Und ihre Seele muss damit klarkommen, dass sich hier alles dramatisch verändert. Vor 40 Jahren sind sie und ihr Mann hierhergezogen. «Wegen des Flusses und der Schönheit des Ortes.» Derzeit wohnt sie bei ihrer Tochter, weil ihr Haus an der Old Grafton Road östlich von Glen Innes zu unsicher ist. Sie schaut immer wieder vorbei, es ist ein stabiles Steinhaus, deshalb ist es nicht verloren.

Aber der Wald ist niedergebrannt. Der Fluss ist ein giftiges Rinnsaal. «Es ist nur noch Asche und Kohle und schwarz und tot.» Sie kann kaum hinschauen. «Mich wühlt das auf», sagt Carol Sparks, «wir wissen nicht, was wir tun sollen.»


Überreste eines verbrannten Hauses in Bargo: Die Welt, so wie sie die Vorfahren der heutigen Generationen kannten, geht gerade kaputt. Foto: David Gray/Getty Images

Eine Trockenheit wie diese habe in Glen Innes noch niemand erlebt. Bäume sterben in den Gärten. In den umliegenden Dörfern geht das Wasser aus. An den windigen Tagen sind die Feuerböen unberechenbar. Im November sind zwei Menschen hier verbrannt. «Wir haben Probleme», sagt Carol Sparks trocken und traurig. Sie richtet sich an Morrison, den Kohle-Fan: «Die Regierung dürfte langsam anfangen zu akzeptieren: Dies ist der Klimawandel. Dies ist die Wirklichkeit.»

Hört sie jemand in ihrem entfernten bedrohten australischen Winkel?

Den Barber hält nicht viel von Premier Morrison – aber er will sich an ihm auch nicht abarbeiten. «Ich finde, wir schenken ihm zu viel Aufmerksamkeit», sagt er.

Draussen wühlt jetzt der Wind in den Bäumen. Die Sonne ist im Smog nur noch eine orange schimmernde Scheibe. Seltsam gelbliches Frühabendlicht fällt in die Strassen von Sydney. Passanten reiben sich das Gesicht, weil die Luft in den Augen schmerzt. Die Wolkenkratzer-Baustellen stechen in den verrauchten Himmel. Auf der Stadtautobahn rauscht derweil krisenvergessen der Verkehr. Im Hafen ankert das riesige Kreuzfahrtschiff Norwegian Jewel mit rauchendem Schornstein. Die Stadt macht nicht den Eindruck, als wäre sie beeindruckt davon, dass eine mächtige Schwade aus Feinstaub sie einnebelt, das Zeichen einer entgleisten Natur. Und Den Barber?

«Das Feuer war mal unser Verbündeter.»Den Barber, kultureller Feuerpraktiker

«Alles in dir sagt, dass es nicht richtig ist», sagt er, «die Leute reden vom Ende der Welt, und so ist es fast.» Onkel Waynes Bilder erzählen auch davon. Acryl auf Leinwand. Dürre Figuren ragen wie verbrannte Bäume in die Weite einer siechen Natur. Das ist der Schmerz der Aborigines über das versengte Land. Onkel Wayne lächelt aus seinem gütigen Bart-Gesicht und spricht darüber mit den Besuchern der Ausstellung. Wut bringt einem Aborigine-Mann nichts, er lässt seine Kultur sprechen. Und das tut Den Barber jetzt auch.

Seine Familie gehörte zu denen, die unter dem Druck der Europäer ihre Kultur ruhen liessen. Als Kind erfuhr er deshalb nicht viel darüber. Den Barber war schon über 40, als er bei Onkel Wayne in die Lehre ging und bei einem Workshop die Tradition des Feuerlegens lernte. Er war einst selbst ein Feuerwehrmann, betrieb Buschfeuer-Vorbeugung nach den herkömmlichen Standards des kontrollierten Brennens mit viel Material und wenig Geduld. «Irgendwann dachte ich, wir machen das ganz falsch und das Land ist krank.» Die langsamere Tradition des Feuerlegens trägt er jetzt in die Gesellschaft und hofft, dass in der Not des Klimawandels das Bewusstsein für ihren Wert wächst.

«Das Feuer war mal unser Verbündeter. Wir haben es gemacht. Wir haben damit gelebt. Wir haben es begleitet», sagt Den Barber. Das Feuer, das jetzt in den Blue Mountains und anderswo tobt, ist nur noch eine zornige Macht. Zu nichts mehr zu gebrauchen. Wie eine Rache der Natur.

Erstellt: 23.12.2019, 10:01 Uhr

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