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Wut gegen Pekings Puppen

In Hongkong spitzt sich der Konflikt zwischen Kritikern und Anhängern Pekings zu. Aktivisten fordern in einem Onlinereferendum freie Wahlen und Demokratie.

Von der Pekinger Führung nicht gern gesehen: Ein Mann gibt während der Demokratie-Abstimmung in Hongkong seine Stimme ab. Foto: Reuters
Von der Pekinger Führung nicht gern gesehen: Ein Mann gibt während der Demokratie-Abstimmung in Hongkong seine Stimme ab. Foto: Reuters

Mehr als 600'000 Hongkonger haben bis zum Sonntag ihre Stimme abgegeben in einem von Bürgern organisierten Referendum über demokratische Reformen. Die Regierung in Peking hatte das Referendum zuvor als «illegal» attackiert, Hacker hatten tagelang die Computersysteme der Organisatoren lahmgelegt. Die Organisatoren aus dem demokratischen Lager der Stadt zeigen sich überwältigt von der Teilnahme an der Abstimmung, sie hatten im Vorfeld auf 300'000 gehofft. Das inoffizielle Referendum kommt zu einer Zeit, da die Spannungen in der Stadt steigen: Der Ärger vieler Hongkonger über die wachsende Einmischung Pekings ist gross, viele Bürger der ehemals britischen Kronkolonie sehen mittlerweile die bei der Rückkehr nach China 1997 versprochene «grosse Autonomie» gefährdet.

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