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Zerrissene Leben

Die Atomkatastrophe von Fukushima hat Zehntausende zu Flüchtlingen gemacht. Hoffnung auf Heimkehr gibt es nicht.

In den Sonderzonen rund um Fukushima wird auf lange Zeit keine Landwirtschaft mehr betrieben werden: Bauer Muneo Kanno. Foto: TA
In den Sonderzonen rund um Fukushima wird auf lange Zeit keine Landwirtschaft mehr betrieben werden: Bauer Muneo Kanno. Foto: TA

Tagsüber darf Muneo Kanno seinen Bauern­hof in Iitate besuchen, doch übernachten darf er in dem Dorf nicht. Die Radioaktivität ist zu hoch. Die Strahlung hat die Existenz des 64-Jährigen weitgehend zerstört. Aufgeben will er trotzdem nicht. Abgeschirmt gegen die verseuchte Umwelt, zieht er in Treibhäusern in Hydrokulturen Komatsuna, ein Blattgemüse. Nebenbei arbeitet er bei Fukushima Saisei mit, einer Gruppe, die die Wiederbelebung von Fukushima zum Ziel hat. Mit einem Spezialfahrzeug kartografiert sie die Strahlung in der gesamten Gemeinde. Die von ihr ermittelten Werte liegen meist höher als jene, die der Staat bei seinen punk­tuellen Messungen ermittelt.

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