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Zwei Brüder mit zerbrochenen Knochen

Das erste Treffen zwischen einem chinesischen und einem taiwanesischen Präsidenten seit siebzig Jahren war voller Symbolik. Die Staatspresse spricht dennoch vom «Meilenstein».

Handshake ja, aber getrennte Getränkerechnungen: Ma Ying-jeou aus Taipeh (links) und Xi Jinping aus Peking. Foto: Tomohiro Ohsumi (Bloomberg)
Handshake ja, aber getrennte Getränkerechnungen: Ma Ying-jeou aus Taipeh (links) und Xi Jinping aus Peking. Foto: Tomohiro Ohsumi (Bloomberg)

Der Händedruck wenigstens war Stoff für die Geschichtsbücher: Fast eineinhalb Minuten hielten der Präsident des einen China, Xi Jinping aus Peking, und der Präsident des anderen China, Ma Ying-jeou aus Taipeh, einander an den Händen fest. 70 Jahre lang, seit 1945, hatte es einen solchen Händedruck nicht mehr gegeben zwischen den Führern ihrer beider Parteien, die einst Bürgerkriegsgegner waren: Die Kommunistische Partei KP eroberte 1949 das chinesische Festland und rief dort ihre Volksrepublik aus. Die Kuomintang (KMT) floh daraufhin auf die Insel Taiwan, wo sie die bis heute bestehende sogenannte Republik China regiert.

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