Zum Hauptinhalt springen

Zwei Geächtete nähern sich an

Die von der Weltgemeinschaft gemiedenen Staaten Burma und Nordkorea nähern sich an. Sie sollen ein gemeinsames Atomwaffenprogramm planen.

mt
Hatten nach einem Anschlag der Nordkoreaner in Burma die Beziehungen abgebrochen: Nordkoreas Ausseminister Pak Ui-chun (m.) heute in Rangun.
Hatten nach einem Anschlag der Nordkoreaner in Burma die Beziehungen abgebrochen: Nordkoreas Ausseminister Pak Ui-chun (m.) heute in Rangun.
Reuters

Nordkoreas Aussenminister Pak Ui Chun begann am Donnerstag einen offiziellen Besuch in Burma. Er besuchte nach Angaben aus Regierungskreisen zunächst die berühmte Shwedagon-Pagode in der Hafenstadt Rangun. Pak wollte später in die Hauptstadt Naypyidaw weiterreisen, die die Junta-Generäle fernab der Küste im Landesinneren neu gebaut haben.

Dort standen Gespräche mit seinem Kollegen Nyan Win und Informationsminister Kyaw Hsan auf dem Programm. Einzelheiten über die Gesprächsthemen wurden nicht bekannt. Nach Angaben eines burmesischen Überläufers arbeitet Burma an einem militärischen Atomprogramm.

Gemeinsames Atomwaffenprogramm?

Die renommierte Zeitschrift «Jane's Intelligence Review» hält die Angaben nach der Analyse von Satellitenaufnahmen für seriös. Das Land habe allerdings bei weitem nicht die nötigen technischen Kapazitäten. Nordkorea hat dagegen ein fortgeschrittenes Atomwaffenprogramm.

Burma hatte die Beziehungen zu Nordkorea 1983 nach einen Attentat auf eine südkoreanische Delegation in Rangun abgebrochen. 21 Menschen kamen damals ums Leben, darunter vier Kabinettsmitglieder.

Die Beziehungen wurden 2007 wieder aufgenommen. Beide Länder unterliegen wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen internationalen Sanktionen. Ihr engster Verbündeter ist China.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch