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«Es ist einfach viel zu gefährlich»

Die Aargauer Lehrerin Judith Keller befindet sich in Paris, wo sie einen Kurs über jüdische Literatur besuchen wollte. Nun berichtet sie über die Verhältnisse nach den Terrorattacken.

Nach dem Angriff auf «Charlie Hebdo» und ein jüdisches Lebensmittelgeschäft Anfang Jahr: Ein französischer Soldat bewacht eine jüdische Schule. (14. Januar 2015)
Nach dem Angriff auf «Charlie Hebdo» und ein jüdisches Lebensmittelgeschäft Anfang Jahr: Ein französischer Soldat bewacht eine jüdische Schule. (14. Januar 2015)
Keystone

Judith Keller hat sich auf diesen Kurs gefreut. Die Französischlehrerin der Neuen Kantonsschule Aarau ist seit Donnerstag in Paris. Sie besucht dort einen Kurs über jüdische Literatur, die sich mit der Shoa ausseinandersetzt, der Vernichtung der europäischen Juden während der Nazi-Herrschaft. Noch am Tag vor der Anschlagsserie war Judith Keller mit den anderen Kursteilnehmerinnen und –Teilnehmern im Marais, dem bekannten jüdischen Quartier, wo sie die Shoa-Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust im Zweiten Weltkrieg besichtigten. «Überall war Militär, aber das ist schon seit Jahren so», berichtet Keller am Telefon. «Vor allem die Schulen für orthodoxe Juden in der Rue des Rosiers werden von Soldaten streng bewacht.»

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