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Leadsom will nicht Camerons Nachfolgerin werden

Jetzt bleibt nur Theresa May übrig: Andrea Leadsom verabschiedet sich aus dem Rennen um das Amt als britische Premierministerin.

Will nicht mehr: Andrea Leadsom hat ihre Kandidatur für die Nachfolge des britischen Premierministers David Cameron überraschend zurückgezogen.
Will nicht mehr: Andrea Leadsom hat ihre Kandidatur für die Nachfolge des britischen Premierministers David Cameron überraschend zurückgezogen.
Hannah McKay, Keystone
Damit bleibt Theresa May die einzige Kandidatin für den Posten.
Damit bleibt Theresa May die einzige Kandidatin für den Posten.
Hanna McKay, Keystone
Justizminister Michael Gove war aus dem Rennen ausgeschieden.
Justizminister Michael Gove war aus dem Rennen ausgeschieden.
Keystone
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Im Wettbewerb um die Nachfolge des britischen Premierministers David Cameron gibt die Bewerberin Andrea Leadsom auf. Dies kündigte sie in London an. Damit ist Innenministerin Theresa May alleinige Kandidatin und wird aller Voraussicht nach neue Vorsitzende der konservativen Torys und Premierministerin.

Leadsom sagte, May sei am besten geeignet, die Brexit-Verhandlungen mit der Europäischen Union zu führen. Was sie selbst angehe, so habe sie nicht den Eindruck, dass es für sie ausreichend Unterstützung gebe, um eine stabile Regierung zu führen, fügte Leadsom hinzu.

Fällt Urwahl weg?

May hat wiederholt betont, dass sie ein zweites Referendum über den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union ablehnt. Auch dem Versuch eines Wiedereintritts durch die Hintertür erteilte sie eine Absage.

Wann May ihr Amt antritt, war zunächst unklar. Ursprünglich wollten die Torys ihre Mitglieder zwischen May und Leadsom entscheiden lassen. Das Ergebnis dieser Urwahl war für Anfang September angekündigt.

Siegerin ohne Wahl

Die Partei wird nun voraussichtlich bekanntgeben, ob sie das Rennen um den Führungsposten für Kandidaten öffnet, die bei vorherigen Wahlrunden bereits ausgeschieden waren, oder ob sie May direkt zur Siegerin erklärt. In diesem Fall könnte die Politikerin binnen Tagen zur neuen Premierministerin werden.

Cameron hatte seinen Rücktritt angekündigt, nachdem die Briten in einem Referendum Ende Juni für den Ausstieg des Königreichs aus der Europäischen Union gestimmt hatten.

Eagle fordert Corbyn heraus

Auch die britische Labour-Partei könnte einen neuen Chef bekommen. Die Abgeordnete Angela Eagle forderte am Montag offiziell Jeremy Corbyn im Rennen um die Parteispitze heraus. Damit steht eine Urwahl der Parteibasis bevor. Sie wolle eine gute Premierministerin für Grossbritannien werden, sagte Eagle.

Eagle spricht Corbyn Führungsfähigkeiten ab. Sie wirft ihm als Parteichef unter anderem einen halbherzigen Kampf gegen den EU-Austritt vor.

Der 67-jährige Corbyn, der als ausgesprochener Linker gilt, war im vergangenen September an die Spitze gewählt worden. Erst kürzlich hatten ihm die Labour-Abgeordneten das Misstrauen ausgesprochen. Die 55-jährige Eagle war bis zu ihrem Rücktritt zuletzt für Wirtschaft im Schattenkabinett zuständig.

SDA/ij

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