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Nur keine neuen Troubles

An der Grenze zwischen Nordirland und Irland wächst die Angst vor dem Brexit: Die Trennlinie könnte zur harten EU-Aussengrenze werden. Mit fatalen Folgen.

Ein altes Wachhäuschen bei Newry an der Grenze, die Nordirland von der Republik Irland trennt. Foto: Charles McQuillan (Getty Images)
Ein altes Wachhäuschen bei Newry an der Grenze, die Nordirland von der Republik Irland trennt. Foto: Charles McQuillan (Getty Images)

Die Erinnerung lässt sich nicht abschütteln. Sie verfolgt John Sheridan bis zum heutigen Tag. «Noch immer läuft es mir kalt den Rücken herunter», gesteht der Farmer, der im nordirischen Grenzland unweit der Stadt Enniskillen wohnt. Woran der 56-Jährige sich erinnert, sind die Zeiten der Trou­bles, der blutigen Unruhen, die Nordirland in seiner Jugend erschütterten. Vor allem hier an der Grenze zur Republik Irland, wo Sheridans Farm liegt, war es ein Albtraum. «Wenn du morgens das Hoftor geöffnet hast, konntest du nicht wissen, ob du gleich sieben Meter hoch in die Luft fliegen würdest. Zu den motorisierten Polizei- und Armee­patrouillen auf den Landstrassen, die es ebenfalls treffen konnte, hieltest du immer schön Abstand. Und wenn du abends eine Disco besucht hast, war das Erste, wonach du instinktiv Ausschau gehalten hast, die Ausgangstür.»

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