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221 Menschen vor Lampedusa gerettet

Die italienische Küstenwache hat zahlreiche Flüchtlinge aus Libyen aus Seenot geborgen und sie auf Lampedusa gebracht. Unterdessen will Frankreich für Unterstützung von der EU sorgen.

Anlaufziel für Bootsflüchtlinge: Schild am Flughafen der Insel, wo Polizisten Ausschafftungen überwachen.
Anlaufziel für Bootsflüchtlinge: Schild am Flughafen der Insel, wo Polizisten Ausschafftungen überwachen.
Keystone

Das Boot, auf dem sich die afrikanischen Migranten befanden, war wegen der rauen See 30 Seemeilen von Lampedusa entfernt in Seenot geraten. Die Flüchtlinge wurden am Freitag an Bord von drei Motorschiffen der italienischen Küstenwache nach Lampedusa gebracht. Hier mussten mehrere Personen wegen Unterkühlung behandelt werden, berichteten italienische Medien.

In der Nacht auf Freitag waren 46 Migranten gerettet worden, deren Boot unweit der Insel Lampedusa zu sinken drohte. Ein Tunesier, der ins Wasser gefallen war, konnte in Sicherheit gebracht werden. Die Migranten wurden auf Lampedusa gebracht, wo sich noch rund 200 Migranten befinden.

Unterstützung aus Brüssel verlangt

«Wir wollen, dass die EU stärkere Mittel gegen die illegale Immigration einsetzt. Wir müssen die Frontex-Patrouillen stärken, um Massenlandungen auf Lampedusa zu verhindern», erklärte Fillon. Italiens Präsident Giorgio Napolitano begrüsst die offenere Haltung Frankreichs gegenüber dem Flüchtlingsnotstand in Italien. «Endlich bewegt sich etwas. Die EU-Länder sehen ein, dass das Problem der Migranten nicht nur eine italienische Angelegenheit ist», erklärte Napolitano.

Italien schob unterdessen weitere tunesische Migranten in ihre Heimat ab. Am Donnerstag startete eine Maschine mit 30 Personen von Lampedusa in Richtung Tunesien. Die Regierung hält die akuteste Phase der Flüchtlingswelle aus Tunesien für beendet. «Das Abkommen mit Tunesien funktioniert», berichtete der italienische Innenminister Roberto Maroni, «alle Migranten, die nach dem 5. April eingetroffen sind, werden abgeschoben. Jetzt müssen wir das Kontrollsystem und die Patrouillen an den Küsten stärken.»

SDA/raa

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