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Aufständische ziehen in Bahrain vor den Königspalast

In Libyen kämpfen Rebellen erbittert gegen Ghadhafis Regime. Doch auch in anderen Ländern der arabischen Welt kam es an diesem Wochenende zum Aufstand – eine Übersicht.

mrs
Gingen erneut gegen König Hamad bin Issa al-Chalifa auf die Strasse: Demonstranten in Manama. (3. Juni 2011)
Gingen erneut gegen König Hamad bin Issa al-Chalifa auf die Strasse: Demonstranten in Manama. (3. Juni 2011)
Reuters
Erfolg für die Demonstranten: Die Soldaten werden aus den Strassen in Bahrain abgezogen (19. Februar 2011).
Erfolg für die Demonstranten: Die Soldaten werden aus den Strassen in Bahrain abgezogen (19. Februar 2011).
Keystone
Die Verletzten konnten nicht alle gezählt werden: In Bahrain fliehen Demonstranten vor dem Tränengas der Sicherheitskräfte (19. Februar 2011)
Die Verletzten konnten nicht alle gezählt werden: In Bahrain fliehen Demonstranten vor dem Tränengas der Sicherheitskräfte (19. Februar 2011)
Keystone
Demonstranten werden in Manama beschossen und fliehen. (18. Februar 2011)
Demonstranten werden in Manama beschossen und fliehen. (18. Februar 2011)
Keystone
Die Stimmung bei der Beerdigung von Opfern der Demonstration ist angespannt. (18. Februar 2011)
Die Stimmung bei der Beerdigung von Opfern der Demonstration ist angespannt. (18. Februar 2011)
AFP
Demonstranten tragen einen Verletzten ins Spital. (18. Februar 2011)
Demonstranten tragen einen Verletzten ins Spital. (18. Februar 2011)
Keystone
Mit einem Grossaufmarsch gedenken die Protestierenden den getöteten Demonstranten. (18. Februar 2011)
Mit einem Grossaufmarsch gedenken die Protestierenden den getöteten Demonstranten. (18. Februar 2011)
AFP
In den Spitälern von Manama werden zahlreiche Verletzte eingeliefert. (17. Februar 2011)
In den Spitälern von Manama werden zahlreiche Verletzte eingeliefert. (17. Februar 2011)
Reuters
Demonstranten gönnen sich eine Pause und beobachten das Geschehen aus der Ferne. (17. Februar 2011)
Demonstranten gönnen sich eine Pause und beobachten das Geschehen aus der Ferne. (17. Februar 2011)
Keystone
Panzer der bahrainischen Armee markieren in den Strassen von Manama Präsenz. (17. Februar 2011)
Panzer der bahrainischen Armee markieren in den Strassen von Manama Präsenz. (17. Februar 2011)
Keystone
Die Lage eskaliert: Demonstranten bringen einen Verletzten ins Spital. (17. Februar)
Die Lage eskaliert: Demonstranten bringen einen Verletzten ins Spital. (17. Februar)
Keystone
Verwaist: Polizisten haben den Platz im Zentrum Manama gesperrt. (17. Februar 2011)
Verwaist: Polizisten haben den Platz im Zentrum Manama gesperrt. (17. Februar 2011)
Keystone
Kein Durchkommen: Bahrainische Soldaten belagern den Platz der Demonstranten.
Kein Durchkommen: Bahrainische Soldaten belagern den Platz der Demonstranten.
Keystone
Der Morgen danach: Die Polizei hat die Demonstranten vom Pearl Square in der Hauptstadt Manama vertrieben.
Der Morgen danach: Die Polizei hat die Demonstranten vom Pearl Square in der Hauptstadt Manama vertrieben.
Keystone
Die Polizei setzte Tränengas gegen die Demonstranten ein.
Die Polizei setzte Tränengas gegen die Demonstranten ein.
Keystone
Tumultartige Szenen: Demonstranten flüchten vor der Polizei.
Tumultartige Szenen: Demonstranten flüchten vor der Polizei.
Keystone
Eine Verletzte wird ins Spital eingeliefert.
Eine Verletzte wird ins Spital eingeliefert.
Keystone
Demonstranten in der Hauptstadt von Bahrain fordern die Absetzung der Regierung. (17. Februar)
Demonstranten in der Hauptstadt von Bahrain fordern die Absetzung der Regierung. (17. Februar)
Keystone
US-Fahne auf Halbmast: Ein Soldat gedenkt auf der US-Basis in Manama seiner gefallenen Kameraden.
US-Fahne auf Halbmast: Ein Soldat gedenkt auf der US-Basis in Manama seiner gefallenen Kameraden.
Keystone
Wichtige Basis für die US-Streitkräfte: Der Flugzeugträger USS Harry S. Truman ist in Bahrain stationiert.
Wichtige Basis für die US-Streitkräfte: Der Flugzeugträger USS Harry S. Truman ist in Bahrain stationiert.
Keystone
Selbst ist der Mann: US-Präsident George W. Bush schöpft sich bei einem Truppenbesuch in Bahrain einen Teller mit Essen. (13. Januar 2008)
Selbst ist der Mann: US-Präsident George W. Bush schöpft sich bei einem Truppenbesuch in Bahrain einen Teller mit Essen. (13. Januar 2008)
Keystone
«Wir werden unsere Märtyrer nicht vergessen»: Demonstranten in Manama.
«Wir werden unsere Märtyrer nicht vergessen»: Demonstranten in Manama.
Keystone
Die Demonstranten harren auf dem zentralen Platz der Hauptstadt Manama aus.  (16. Februar)
Die Demonstranten harren auf dem zentralen Platz der Hauptstadt Manama aus. (16. Februar)
Keystone
Die Demonstranten trauern um ein Todesopfer der Proteste.
Die Demonstranten trauern um ein Todesopfer der Proteste.
Keystone
Aufstand im Golfstaat Bahrain: Tausende demonstrieren in Manama gegen das herrschende Regime. (15. Februar 2011)
Aufstand im Golfstaat Bahrain: Tausende demonstrieren in Manama gegen das herrschende Regime. (15. Februar 2011)
Keystone
Gegen die Demonstranten in Bahrain wird Tränengas eingesetzt. (15. Februar)
Gegen die Demonstranten in Bahrain wird Tränengas eingesetzt. (15. Februar)
Keystone
Schwere Auseinandersetzungen: Protestanten und Polizisten geraten aneinander. (15. Februar 2011)
Schwere Auseinandersetzungen: Protestanten und Polizisten geraten aneinander. (15. Februar 2011)
Keystone
Grossaufmarsch im Golfstaat: Tausende gehen in der Hauptstadt von Bahrain auf die Strasse. (15. Februar 2011)
Grossaufmarsch im Golfstaat: Tausende gehen in der Hauptstadt von Bahrain auf die Strasse. (15. Februar 2011)
Keystone
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Der Widerstand gegen autoritäre Machthaber in der arabischen Welt hält an. In Bahrain und im Jemen protestierten am Wochenende erneut Zehntausende. Nur wenige Personen wagten sich dagegen bislang in Saudiarabien auf die Strasse.

Das saudische Innenministerium erklärte am Samstag, Kundgebungen, Märsche und Sitzblockaden verstiessen gegen das islamische Gesetz, die Scharia, und gegen die Werte und Traditionen der saudiarabischen Gesellschaft.

Frauenproteste in Dammamm

Laut Augenzeugen demonstrierten dennoch etwa 40 Frauen in Dammam vor dem Gebäude des Gouverneurs der Ost-Provinz für die Freilassung ihrer seit 1996 inhaftierten Söhne. Mehrere Frauen und auch einige männliche Demonstranten seien von der Polizei festgenommen worden.

In der Stadt Katif, die ebenfalls zur Ost-Provinz gehört, waren zuvor bereits Hunderte auf die Strasse gegangen, um für die Freilassung der Inhaftierten und gegen die Diskriminierung der Schiiten zu demonstrieren.

In Saudiarabien, das von der sunnitischen Familie Al Saud beherrscht wird, gilt eine puritanische Auslegung des sunnitischen Islams als Staatsreligion. Bislang beschränkten sich die Proteste, an denen maximal 250 Menschen teilnahmen, auf die Ost-Provinz, in der mehrheitlich Angehörige der schiitischen Minderheit leben.

Beratungen des Golfkooperationsrats

Tausende gingen dagegen erneut im Nachbarland Bahrain auf die Strasse. Die Demonstranten fordern dort seit drei Wochen das Ende der Herrscherdynastie von König Hamad bin Issa al-Chalifa. Nachdem das Zentrum ihrer Proteste bisher auf dem Perlenplatz im Zentrum der Hauptstadt Manama war, zogen am Sonntag tausende Demonstranten erstmals vor den Regierungspalast.

Im Nachbarland Oman bildete Sultan Kabus zum zweiten Mal innerhalb einer Woche seine Regierung um, nachdem am Freitag Hunderte Menschen für politische Reformen demonstriert hatten. Seit vergangener Woche gehen in Oman Kritiker des Herrscherhauses für Arbeit und mehr politischen Einfluss auf die Strasse.

Der Golfkooperationsrat (GCC) erwägt wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen der Proteste die Einrichtung eines Fonds, um Bahrain und Oman zu unterstützen, wie ein Sprecher mitteilte. Die Finanzminister des GCC hatten sich am Samstag in Riad zu Beratungen getroffen.

Jemens Präsident lehnt Rücktritt ab

Auch im Jemen protestierten am Wochenende zehntausende Menschen gegen die Regierung und forderten den Rücktritt von Präsident Ali Abdullah Saleh. Der Staatschef lehnte einen Vermittlungsvorschlag der Opposition ab, wonach er sein Amt bis zum Jahresende abgeben sollte. Aus Protest gegen das Vorgehen Salehs traten mehrere Mitglieder seiner regierenden Kongresspartei zurück.

Auch in Algerien waren Demonstrationen geplant. In der Hauptstadt Algier verhinderten allerdings Anhänger von Präsident Bouteflika einen Protestmarsch. Die Aufrufe zu weiteren Märschen der Opposition wurden kaum befolgt.

Ägypter stürmen Geheimdienstgebäude

In Ägypten stürmten Aktivisten der Demokratiebewegung in mehreren Städten Gebäude der Staatssicherheit, um belastende Dokumente vor der Vernichtung zu retten. Dem Geheimdienst werden Menschenrechtsverletzungen während der Herrschaft von Ex-Präsident Hosni Mubarak vorgeworfen.

Der ägyptische Übergangspremier Essam Scharaf ernannte am Sonntag einen neuen Innenminister. Der Polizeigeneral Mansur al-Essawi ersetzt Mahmud Wagdi, den noch Mubarak eingesetzt hatte.

(SDA)

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