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Die Angst des Präsidenten vor dem Torwart

Kaum etwas zeigt die Verzweiflung Bashar al-Assads so deutlich wie die Festnahme des syrischen Nationalgoalies Mosab Balhous.

Assad fährt schwere Geschütze auf: Videoaufnahmen vom 3. August zeigen Panzer der syrischen Truppen im Zentrum der Rebellenhochburg Hama.
Assad fährt schwere Geschütze auf: Videoaufnahmen vom 3. August zeigen Panzer der syrischen Truppen im Zentrum der Rebellenhochburg Hama.
Reuters

Der syrische Präsident Bashar al-Assad steht offensichtlich mit dem Rücken zur Wand. Nur so lässt sich die Festnahme von Mosab Balhous erklären. Der Sportler, Torwart des Nationalteams und des Clubs al-Karamah, soll offiziellen Angaben zufolge bewaffneten Kriminellen Unterschlupf gewährt haben und verdächtige Mengen Geld besitzen, meldet der arabische Nachrichtensender al-Arabiya. Balhous stammt aus Homs, wo die Menschen seit Monaten protestieren. Ein befreundeter Fussballer berichtet, Assads Männer beschuldigten den Nationalgoalie sogar, er habe in seiner Heimatstadt ein «islamisches Emirat» errichten wollen. Ein Regime, das die Nummer 1 des heimischen Fussballs ins Gefängnis steckt und damit alle Sportsfreunde des Landes gegen sich aufbringt, agiert aus Verzweiflung.

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