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Die Bombardierung der Ghadhafi-Residenz war nur ein Vorgeschmack

Laut einem Medienbericht werden die Bombardierungen gegen Ghadhafis Truppen noch einmal intensiviert. Dabei peilt die Nato eine ganze Reihe Gebäude an, in denen sich auch der Machthaber aufhalten könnte.

Wie die «New York Times» berichtet, will die Nato ihre Luftangriffe auf Ziele in Libyen verstärken. Bei dieser intensiveren Bombardierung sollen vor allem Paläste, Hauptquartiere und Kommandozentralen ins Visier genommen werden, die der libysche Diktator Muammar al-Ghadhafi benutze, um sich weiter an die Macht klammern zu können.

Es gelte, die Möglichkeiten der Regierung zu vermindern, Zivilisten Schaden zuzufügen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Mitarbeiter der Regierung von US-Präsident Barack Obama und Nato-Beamte am Dienstag online. Auch sollten Kommandozentralen und die Logistikkette für Militäroperationen zerstört werden.

Beamte des Weissen Hauses sagten demnach, Obama sei über die energischere Bombardierung informiert worden. Dazu habe bereits der Angriff auf den Komplex in der Hauptstadt Tripolis gehört, in dem Ghadhafi residiert. Dieser Luftschlag habe aber nicht zum Ziel gehabt, Ghadhafi zu töten, erklärten US-Beamte.

Gates verteidigt Angriffsziele

Derweil hat US-Verteidigungsminister Robert Gates militärische Kommandozentralen Libyens als legitime Ziele von Luftangriffen der USA und der Nato bezeichnet. Die Luftangriffe der alliierten Streitkräfte zielten aber nicht spezifisch auf den libyschen Machthaber Muammar al-Ghadhafi ab. Das sagte Gates am Dienstag auf einer gemeinsamen Medienkonferenz mit dem britischen Verteidigungsminister Liam Fox im Pentagon. Sie würden indes weiterhin die Kommandozentralen Ghadhafis ins Visier nehmen.

Nato-Bomben hatten am Montag Ghadhafis Militärkomplex Bab al-Asisija in Tripolis getroffen und schwer beschädigt. Ein libyscher Regierungssprecher wertete die Bombardierung als gescheitertes Attentat auf Ghadhafi. Gates sagte zwar, Kommandozentralen seien im Rahmen des von der Nato geführten Lufteinsatzes in Libyen schon immer als legitime Angriffsziele betrachtet worden. Die von der Allianz ausgeführten Bombardierungen konzentrierten sich allerdings zu Beginn der Mission auf die Luftabwehr Ghadhafis, dessen Versorgungslager und manövrierende Bodentruppen.

SDA/jak

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