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In Teheran fallen Schüsse

Der Westen fordert die Freilassung der beiden Oppositionsführer Hussein Moussavi und Mehdi Karrubi. Wo sich die Politiker befinden, ist derzeit unklar. Die Proteste in Teheran gehen derweil weiter.

Mit der Festnahme von zwei Oppositionsführern wollte das iranische Regime für Ruhe sorgen. Doch nun gehen die Menschen auf die Strasse, um die Freilassung der beiden Politiker zu fordern. In Teheran fielen Schüsse.

Mit Tränengas gingen die Sicherheitskräfte in der iranischen Hauptstadt Teheran am Dienstag gegen tausende Demonstranten vor, die gegen die Verschleppung der Oppositionsführer Mir Hussein Moussavi und Mehdi Karrubi protestieren wollten.

Polizei nimmt Demonstranten fest

Augenzeugen berichteten von Zusammenstössen in der Nähe der Universität und anderen Teilen der iranischen Hauptstadt. Dutzende von Demonstranten seien festgenommen worden. Auch Schüsse seien zu hören gewesen, hiess es auf Websites von Regimegegnern.

Starke Polizeikräfte bot das Regime in dem Viertel in Teheran auf, in dem sich das Militärgefängnis befindet, in dem Moussavi und Karrubi nach Angaben der Opposition inhaftiert sind. Der Westen fordert deren Freilassung Gegen die wachsende Zahl der Demonstranten seien die Sicherheitskräfte auch mit Schlagstöcken eingeschritten.

Proteste in mehreren Städten

Proteste gab es den Berichten zufolge auch in anderen iranischen Städten, darunter in Maschad im Nordosten des Landes. Auch dort habe es Festnahmen gegeben.

Die beiden Oppositionsführer, die zunächst unter Hausarrest standen, waren nach Angaben der iranischen Opposition am Wochenende verschleppt worden. Offizielle Angaben zu ihrem Aufenthaltsort gibt es nicht. Am Montag hiess es auf Websites von Regimegegnern, die beiden Männer und ihre Frauen seien in ein Gefängnis in Teheran gebracht worden.

Die iranische Regierung verbat sich eine Einmischung des Westens. «Dies sind innere Angelegenheiten, und kein Land hat das Recht, sich in Entscheidungen der Justiz einzumischen», sagte der iranische Aussenamtssprecher Ramin Mehmanparast vor Medienvertretern in Teheran. Der Westen solle lieber «auf die Stimme der Mehrheit als auf die einiger weniger hören».

SDA/miw

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