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Jemenitische Milizen erschiessen zehn Demonstranten

Bei nächtlichen Zusammenstössen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind nach Angaben von Ärzten mindestens zehn Menschen getötet worden. Über 200 Demonstranten wurden durch Schüsse verletzt.

In heftige Kämpfe verwickelt: Soldaten des jemenitischen Regimes in der Hauptstadt Sanaa. (11. Juni 2011)
In heftige Kämpfe verwickelt: Soldaten des jemenitischen Regimes in der Hauptstadt Sanaa. (11. Juni 2011)
Keystone
Angespannte Lage: Regierungskritische Demonstranten blockieren in der Hauptstadt Sanaa ganze Quartiere. (4. Juni)
Angespannte Lage: Regierungskritische Demonstranten blockieren in der Hauptstadt Sanaa ganze Quartiere. (4. Juni)
Keystone
Tausende Jemeniten sind zurzeit auf der Strasse und fordern bessere Bedingungen in ihrem Land: Proteste am 27. Januar 2011.
Tausende Jemeniten sind zurzeit auf der Strasse und fordern bessere Bedingungen in ihrem Land: Proteste am 27. Januar 2011.
AFP
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Die regierungskritischen Demonstranten starben in Sanaa laut Zeugenaussagen in der Nacht auf heute durch Schüsse jemenitischer Sicherheitskräfte. Zudem wurden seit Mittwochabend fast 230 Menschen durch Schüsse verletzt. Ein Augenzeuge sagte im lokalen Radio, auch Heckenschützen hätten in die Menge gefeuert.

Damit kamen seit Mittwoch nach Medizinerangaben insgesamt zwölf Demonstranten in der Hauptstadt ums Leben. In anderen Teilen des Landes wurden am Mittwoch vier weitere Menschen bei Demonstrationen getötet.

Lage in Sanaa angespannt

Auch auf dem zentralen Platz des Wandels in der Hauptstadt Sanaa blieb die Lage angespannt. Dort campieren seit dem 21. Februar zahlreiche Regierungsgegner.

Im Jemen gibt es seit Wochen Demonstrationen gegen Präsident Ali Abdullah Saleh, der das arabische Land seit fast 33 Jahren regiert. Unter dem Druck der Proteste kündigte Saleh Reformen und seinen baldigen Rücktritt an, doch eine Einigung mit der Opposition zur Organisation des Übergangs gelang bislang nicht. Neben Teilen der Armee wandten sich bereits auch wichtige Stämme und führende Geistliche von dem Staatschef ab.

SDA/pbe

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