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«Jetzt sind es schlichtweg zu viele Flüchtlinge»

Der Strom der Menschen, die aus Libyen heraus wollen, reisst nicht ab. Die Menschen, die es über die Grenze nach Tunesien geschafft haben, haben Angst zu reden. Unter ihnen sollen auch afrikanische Söldner sein.

Monica Fahmy, Ras Jedir
Leben unter misslichen Bedingungen: Flüchtlinge verbrennen an der Grenze von Tunesien in einem Lager ihren Abfall. (7. März 2011)
Leben unter misslichen Bedingungen: Flüchtlinge verbrennen an der Grenze von Tunesien in einem Lager ihren Abfall. (7. März 2011)
Keystone
Warten auf Hilfe.
Warten auf Hilfe.
Keystone
Ein erschöpfter ägyptischer Flüchtling nach dem Grenzübertritt in Ras Ajdir.  (4. März)
Ein erschöpfter ägyptischer Flüchtling nach dem Grenzübertritt in Ras Ajdir. (4. März)
Keystone
Massenlager: In Ras Ajdir warten die Flüchtlinge darauf, weiterreisen zu können. (3. März)
Massenlager: In Ras Ajdir warten die Flüchtlinge darauf, weiterreisen zu können. (3. März)
Keystone
Hilferuf: Diese Menschen aus Bangladesh suchen Unterstützung für ihre Heimreise. (3. März)
Hilferuf: Diese Menschen aus Bangladesh suchen Unterstützung für ihre Heimreise. (3. März)
Reuters
Solidarität mit Leidensgenossen: Tunesische Pfadfinder verteilen Nahrungsmittel an die Flüchtlinge. (3. März)
Solidarität mit Leidensgenossen: Tunesische Pfadfinder verteilen Nahrungsmittel an die Flüchtlinge. (3. März)
Reuters
Ras Ajdir an der Grenze zu Tunesien: Immer mehr Flüchtlinge aus Libyen treffen ein. (2. März)
Ras Ajdir an der Grenze zu Tunesien: Immer mehr Flüchtlinge aus Libyen treffen ein. (2. März)
Monica Fahmy
Darunter sind auch Frauen und Kinder. (2. März)
Darunter sind auch Frauen und Kinder. (2. März)
Monica Fahmy
Die HIlfsorganisationen sind gefordet. «Es sind schlicht zuviele», sagt Tamara Hilfskoordinatorin bei der Europäischen Kommission für humanitäre Hilfe. (2. März)
Die HIlfsorganisationen sind gefordet. «Es sind schlicht zuviele», sagt Tamara Hilfskoordinatorin bei der Europäischen Kommission für humanitäre Hilfe. (2. März)
Monica Fahmy
Die Stimmung ist angespannt. Auch Frauen und Kinder werden von Grenzwächtern zur Eile gedrängt. (2. März)
Die Stimmung ist angespannt. Auch Frauen und Kinder werden von Grenzwächtern zur Eile gedrängt. (2. März)
Monica Fahmy
Hilfe für Tunesien ist unterwegs, sagt Firas Kayal, Pressesprecher des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Eine Boeing 747 mit Zelten und Decken für 10'000 Menschen ist am Samstag Abend in Djerba gelandet. (2. März)
Hilfe für Tunesien ist unterwegs, sagt Firas Kayal, Pressesprecher des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Eine Boeing 747 mit Zelten und Decken für 10'000 Menschen ist am Samstag Abend in Djerba gelandet. (2. März)
Monica Fahmy
Die Menschen sind hungrig. In Libyen mussten sie ohne Nahrung ausharren, bis sie über die Grenze konnten. (2. März)
Die Menschen sind hungrig. In Libyen mussten sie ohne Nahrung ausharren, bis sie über die Grenze konnten. (2. März)
Monica Fahmy
Immer wieder schwenken Menschen begeistert die tunesische und libysche Fahne. Vereint in der arabischen Revolution. (2. März)
Immer wieder schwenken Menschen begeistert die tunesische und libysche Fahne. Vereint in der arabischen Revolution. (2. März)
Monica Fahmy
Hassan (2. v. l) erzählt, wie Ghadhfis Soldaten die Ägypter an der Grenze warnten: «Wenn Ihr etwas schlechtes über Libyen erzählt, sind Ägypter, die noch in Libyen sind, dran». (2. März)
Hassan (2. v. l) erzählt, wie Ghadhfis Soldaten die Ägypter an der Grenze warnten: «Wenn Ihr etwas schlechtes über Libyen erzählt, sind Ägypter, die noch in Libyen sind, dran». (2. März)
Monica Fahmy
Sabha und ihre Mutter kamen am Freitag über die Grenze. Sie mussten «nur» eine Nacht im Freien verbringen. (2. März)
Sabha und ihre Mutter kamen am Freitag über die Grenze. Sie mussten «nur» eine Nacht im Freien verbringen. (2. März)
Monica Fahmy
Warten bis man am Postschalter Geld abholen kann. Etlichen Ägyptern wurde an der Grenze die Sim-Karte, Pässe und Geld abgenommen. (2. März)
Warten bis man am Postschalter Geld abholen kann. Etlichen Ägyptern wurde an der Grenze die Sim-Karte, Pässe und Geld abgenommen. (2. März)
Monica Fahmy
5 Kilometer vor Ras Jedir: Menschen besteigen den Bus, der sie zum Flughafen von Djerba bringt. (2. März)
5 Kilometer vor Ras Jedir: Menschen besteigen den Bus, der sie zum Flughafen von Djerba bringt. (2. März)
Monica Fahmy
Hinter ihnen liegt eine tagelange Reise der Angst. (2. März)
Hinter ihnen liegt eine tagelange Reise der Angst. (2. März)
Monica Fahmy
«Tunesien und Ägypten sind eins»: Die Dankbarkeit ist gross, die gemeinsame Revolution verbindet. (2. März)
«Tunesien und Ägypten sind eins»: Die Dankbarkeit ist gross, die gemeinsame Revolution verbindet. (2. März)
Monica Fahmy
Eine Ambulanz bahnt sich ihren Weg durch die Menge in Ras Jedir. (2. März)
Eine Ambulanz bahnt sich ihren Weg durch die Menge in Ras Jedir. (2. März)
Monica Fahmy
Murad (25) ist mit seiner Schwägerin, ihrer Mutter und den beiden Kindern aus Zawiyyah (Libyen) geflohen. Die Familie stammt ursprünglich aus Tunesien. Auf ihr Haus wurde geschossen. Freitag Nacht hat es in Zawiyyah 20 Tote gegeben. (2. März)
Murad (25) ist mit seiner Schwägerin, ihrer Mutter und den beiden Kindern aus Zawiyyah (Libyen) geflohen. Die Familie stammt ursprünglich aus Tunesien. Auf ihr Haus wurde geschossen. Freitag Nacht hat es in Zawiyyah 20 Tote gegeben. (2. März)
Monica Fahmy
Bis Samstag Abend flohen 38'000 Menschen aus Libyen nach Tunesien. (2. März)
Bis Samstag Abend flohen 38'000 Menschen aus Libyen nach Tunesien. (2. März)
Monica Fahmy
Bis Samstag Abend flohen 38'000 Menschen aus Libyen nach Tunesien. In Ras Ajdir strömen sie über die Grenze - erschöpft und erleichtert. (2. März)
Bis Samstag Abend flohen 38'000 Menschen aus Libyen nach Tunesien. In Ras Ajdir strömen sie über die Grenze - erschöpft und erleichtert. (2. März)
Monica Fahmy
Diese Familie möchte nicht über das Erlebte reden. Die Flucht mit den Kindern war traumatisch. Fotografieren ist erlaubt. (2. März)
Diese Familie möchte nicht über das Erlebte reden. Die Flucht mit den Kindern war traumatisch. Fotografieren ist erlaubt. (2. März)
Monica Fahmy
Die Solidarität der Tunesier mit den Flüchtlingen ist gross. Von überall her bringen Helfer Nahrung und Medikamente an die Grenze. Die Flüchtlinge haben zum Teil tagelang nichts gegessen. (2. März)
Die Solidarität der Tunesier mit den Flüchtlingen ist gross. Von überall her bringen Helfer Nahrung und Medikamente an die Grenze. Die Flüchtlinge haben zum Teil tagelang nichts gegessen. (2. März)
Monica Fahmy
Brot für Brüder: Die Tunesier fürchten, dass die Revolution in Libyen noch viele Todesopfer fordern wird. (2. März)
Brot für Brüder: Die Tunesier fürchten, dass die Revolution in Libyen noch viele Todesopfer fordern wird. (2. März)
Monica Fahmy
In diesem Zelt sind Getränke vor der Sonne geschützt. (2. März)
In diesem Zelt sind Getränke vor der Sonne geschützt. (2. März)
Monica Fahmy
Warten auf den Bus. Die Menschen werden in tunesische Städte und Flughäfen gefahren. Hunderte mussten die Nacht frierend draussen verbringen. (2. März)
Warten auf den Bus. Die Menschen werden in tunesische Städte und Flughäfen gefahren. Hunderte mussten die Nacht frierend draussen verbringen. (2. März)
Monica Fahmy
Ein Bus kommt in Ras Ajdir an, um Flüchtlinge nach Djerba zu fahren. (2. März)
Ein Bus kommt in Ras Ajdir an, um Flüchtlinge nach Djerba zu fahren. (2. März)
Monica Fahmy
Auch an Windeln für die kleinsten Flüchtlinge haben die Tunesier gedacht. (2. März)
Auch an Windeln für die kleinsten Flüchtlinge haben die Tunesier gedacht. (2. März)
Monica Fahmy
Diese Knaben wollen unbedingt aufs Bild. Sie sind am Samtagmorgen mit ihren Eltern aus Zuara losgefahren. Dort soll es zurzeit ruhig sein. (2. März)
Diese Knaben wollen unbedingt aufs Bild. Sie sind am Samtagmorgen mit ihren Eltern aus Zuara losgefahren. Dort soll es zurzeit ruhig sein. (2. März)
Monica Fahmy
«Télécoms sans Frontières» ermöglicht den Flüchltingen, ihre Familien anzurufen. (2. März)
«Télécoms sans Frontières» ermöglicht den Flüchltingen, ihre Familien anzurufen. (2. März)
Monica Fahmy
Diese zwei ägyptischen Arbeiter mussten zehn Tage im Freien schlafen. (2. März)
Diese zwei ägyptischen Arbeiter mussten zehn Tage im Freien schlafen. (2. März)
Monica Fahmy
Flüchtlingszelte. (2. März)
Flüchtlingszelte. (2. März)
Monica Fahmy
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Der unaufhaltsame Strom von Menschen, die nur noch aus Libyen raus wollen, bringt die Tunesier ans Limit. In Ras Jedir ist die Stimmung am Sonntagnachmittag angespannter als am Samstag. Barsch weist ein Grenzbeamter Einreisende an, sich gefälligst zu beeilen. Auch Frauen und Kinder werden unfreundlich zur Seite gedrückt. Am Boden liegen leere Wasserflaschen, Biscuit-Verpackungspapier, Saft-Tetrapacks. Auf ihren Habseligkeiten sitzen Menschen im Müll und warten auf die Weiterreise.

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