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Libysche Rebellen bitten den Westen um Geld

Die libyschen Rebellen verbrauchen nach eigenen Angaben täglich 43 bis 86 Millionen Dollar. Weil die Geldquellen versiegen, bitten sie den Westen um frisches Kapital. Drei potenzielle Geberländer werden genannt.

In Libyen geht den Rebellen allmählich das Geld aus. Von westlichen Staaten wollten sie daher zwei bis drei Milliarden Dollar geliehen bekommen, erklärte ein Finanzbeauftragter der Aufständischen gestern in Benghazi. Er nannte Frankreich, Italien und die USA als Geberländer.

Die Kredite sollen mit eingefrorenen libyschen Vermögen abgesichert werden. Die vorhandenen Mittel reichten nur noch für höchstens vier Wochen, sagte Ali Tarhuni, der den Finanzausschuss des Nationalrates leitet, die von den Aufständischen eingesetzte Übergangsregierung. Mit den genannten Hilfen kämen die Aufständischen drei Monate über die Runden.

Rebellen gelingt es nicht an frisches Geld zu kommen

Nach Angaben Tarhunis haben die Rebellen einen täglichen Bedarf von umgerechnet 43 bis 86 Millionen Dollar.

Libyens Wirtschaft ist grösstenteils von Ölexporten abhängig. Den Rebellen ist es bislang nicht gelungen, diese dauerhaft wieder hochzufahren und damit an frisches Geld zu kommen. Dieses ist nötig, um Nahrung, Medizin und die staatlichen Zuwendungen zu zahlen, von denen der Grossteil der Bevölkerung abhängig ist.

In der libyschen Rebellenhochburg Benghazi ist heute eine Autobombe explodiert. Der Sprengsatz detonierte nach Angaben von AFP-Reportern rund 200 Meter vom Gerichtsgebäude entfernt, in dem der oppositionelle Übergangsrat der Aufständischen seinen Sitz hat.

Nach Angaben von Augenzeugen und Ärzten wurden zwei Menschen durch herumfliegende Splitter verletzt. Hunderte Menschen strömten zum Anschlagsort, wo nur noch das Wrack eines Autos zu sehen war.

Erster Anschlag in Benghazi seit Februar

Zahlreiche Bewohner der Küstenstadt machten loyale Sicherheitskräfte von Machthaber Muammar al-Ghadhafi für den Anschlag verantwortlich. Es war der erste Anschlag in der Rebellenhochburg seit dem Beginn der Protestbewegung gegen Ghadhafi Mitte Februar.

SDA/mrs

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