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«Wenn die Grenze offen ist, ist Ghadhafi eingekreist»

Seit Tagen versuchen Ärzte, über die westliche Grenze nach Libyen zu gelangen. Doch das libysche Regime schickt offenbar Tausende Soldaten an die Grenze – wenn sie fällt, droht auch Tripolis zu fallen.

Deutlich weniger Menschen strömen am Montagmittag über die tunesisch-libysche Grenze. Kommt man näher an die libysche Seite, hinter die Zelte der Hilfsorganisationen, dorthin, wo die Menschen erstmals tunesischen Boden betreten, wird klar, warum: Hunderte Menschen sind hier eingeschlossen. Nach Schätzung von Joe Lowry vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz sind es 3000 Menschen, die seit über 24 Stunden dort ausharren.

Ein französischer Fotograf, der die Szene bei der Grenzmauer seit Montagmorgen beobachtet, erzählt, dass mit Schlagstöcken bewaffnete Männer jeden bedrohten, der versuche, ein Bild zu machen. Die Nervosität ist tatsächlich gross: Männer mit Stöcken brüllen herum. Immer wieder werden ohnmächtige Menschen über das Gitter und den Grenzzaun gehoben und von Tunesiern in Empfang genommen.

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