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«Die Rückkehr von IS-Kämpfern kommt Putin entgegen»

Der Historiker und Nordkaukasus-Experte Jeronim Perovic sagt, die Zunahme islamistischer Gewalt in der Region diene dem Kreml zur Rechtfertigung ihrer autoritären Politik.

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Offiziell gilt der Nordkaukasus mit Tschetschenien als befriedet. Wie schätzen Sie die Lage ein?

Man muss sich vor Augen führen, zu welchem Preis diese sogenannte Befriedung erreicht wurde. Russlands Armee hat in Tschetschenien zwei äusserst blutige Kriege geführt. Nach der Niederschlagung des Widerstands hat Moskau seine Truppen zurückgezogen und einen Diktator installiert, der mit viel Geld aus der föderalen Staatskasse und brutalsten Methoden dafür sorgt, dass es einigermassen ruhig bleibt. Vor allem hat die russische Intervention aber dazu geführt, dass die Gewalt in die Nachbar­republiken Tschetscheniens hinausgedrängt worden ist. Die Anschläge, die dort seither fast täglich erfolgen, sind ein Produkt der Tschetschenienkriege. Der Nordkaukasus befindet sich heute in einem bürgerkriegsähnlichen Zustand.

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