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Bekenntnisse: Kaspar Schuler

Der CEO von Greenpeace Schweiz liebt Herbstlicht in den Alpen, gurgelnde Flüsse, Kritik und engagierte Menschen, hasst aber Pumpspeicherstauseen und das Lächeln der Besserwisser.

Was ich mag: Das klare, scharf konturierende und dennoch warme Herbstlicht in den Alpen. Die beinah mongolische Landschaft im Hochtal Avers. In Gedanken versunken an gurgelnden, schäumenden Flüssen sitzen. Ungeschminkte Kritik. Die friedfertige Übermächtigkeit eines lautlos auftauchenden Wals. Ein steter warmer Wind, der mich beim Wandern jeden Finger spüren lässt, als wäre er von einem Fluss umspült. Engagierte Menschen voll kreativer Widerstands- und Schaffenskraft. Vielschichtige Vornamen wie Kasimir und Jaromir, Agrena und Wendelin. Das Verbandsbeschwerderecht als einzig wirksame Möglichkeit, der Natur im politischen Prozess Gehör zu verschaffen. Gehen, immer weiter und tiefer hinein.

Was ich nicht mag: Gigantische Mengen Land und Strom vernichtende Pumpspeicherstauseen. Das verhaltene Lächeln der Besserwisser. Verwaltungsräte, die seit Jahrzehnten den Schritt nicht wagen, die Schweiz energiepolitisch dezentral vorwärtszubringen und uns alle deshalb in der Atomkraft gefangen halten. Verharren.

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