Malia Ann und Natasha, die beiden Profi-Töchter

Nach Chelsea Clinton und den Bush-Zwillingen sind mit Malia Ann und Natasha Obama endlich wieder richtige Vorzeigetöchter ins Weisse Haus eingezogen.

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Über Chelsea Clinton erfuhr man in den acht Jahren Amtszeit ihres Vaters so gut wie nichts. Mit 12 war sie ins Weisse Haus eingezogen und zog als Erwachsene wieder aus. Scheinbar traumatisiert vom Rummel um die Lewinsky-Affäre blieb die Tochter des charismatischen Bill Clintons profillos. Erst als sie für Hillary in den Kampf um Wählerstimmen zog, nahm die Öffentlichkeit ihre Wandlung vom Mauerblümchen zur Frau wahr.

Ganz anders die Bush-Zwillinge: Jenna und Barbara Bush landeten als wilde Teenager schnell in den Schlagzeilen. Die Töchter von George W. und Laura Bush erlaubten sich Eskapaden und wurden wegen Saufgelagen und Fälschen von Ausweisen erwischt. Sie streckten Fotografen auch mal die Zunge heraus, wenn ihnen der Rummel zu viel wurde.

«I love you, Daddy»

Und nun Malia Ann (10) und Natasha (7) Obama, die jüngsten Kinder im Weissen Haus seit Amy Carter. Niedlichkeitsfaktor: hoch. Malia tanzt, spielt Theater und Fussball. Natasha macht Gymnastik und Stepptanz. Klavier und Tennis spielen beide. Die zwei sind absolute Vorzeigekinder, geradezu geboren, um ihren Vater im besten Licht erstrahlen zu lassen. Wie zum Beispiel nach einer der TV-Debatten, als sie «I love you, Daddy» ins Mikrophon hauchten, schnulzig wie es Amerika gewohnt ist, und doch authentisch.

Obama dankt es ihnen und vergisst nicht, zu betonen, wie glücklich ihn die Kinder machen: «Ich liebe euch beide mehr, als ihr euch vorstellen könnt», sagte er in einer Rede vor rund 125'000 Anhängern in Chicago. «Und ihr habt euch das neue Hündchen verdient, das mit uns ins Weisse Haus einzieht.»

Klare Regeln

Barack und Michelle Obama, die nach aussen eine vorbildliche Ehe führen, arbeiten hart daran, eine Bilderbuchfamilie abzugeben. So gab es zumindest im Senatoren-Haus klare Regeln: Keine Hänseleien und Streitereien, das Spielzimmer müssen die Kinder selbst aufräumen, den Wecker selbst stellen und auch das Bett selber machen. Dafür kriegten Sie einen Dollar Sackgeld pro Woche. «Da ich ständig weg bin, sagen sie mir oft: ‹Du schuldest mir ein paar Wochen›», erklärte Obama dem «People Magazine». Um 20:30 ist Bettzeit - «sie kriegen eine halbe Stunde extra, wenn sie selbständig bettfertig waren.»

Auch mit Geschenken war man eher knausrig, was Malia zur Aussage verleiten liess: «Ich weiss, dass es den Weihnachtsmann gibt, denn ihr würdet mir nie all dieses Zeug schenken.»

Ob im Weissen Haus noch dieselben Regeln gelten werden?

Erstellt: 05.11.2008, 16:50 Uhr

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