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Bill Clintons Lobeshymne auf Barack Obama

Der frühere US-Präsident hat Barack Obama als Mann gefeiert, der Amerika in eine bessere Zukunft führen kann.

Da war er also, der grosse Auftritt des grossen Mannes: Tagelang war spekuliert worden, wie Bill Clinton seine Rede beim Parteitag in Denver gestalten werde. Ob er Barack Obama seinen Segen gäbe? Ob er nur seine Pflicht erledigen, nicht aber die Kür wagen werde?

Clinton sprach auch über sich selber

Clinton tat beides: Hoch lobte er den demokratischen Präsidentschaftsanwärter und bescheinigte ihm, er sei bereit, das mächtigste Amt auf Erden zu bekleiden, gleichzeitig aber nutzte der ehemalige Präsident das Podium am Mittwochabend in Denver, um klare Kontraste zwischen seiner Präsidentschaft und derjenigen George W. Bushs zu zeichnen. Er verglich sich, damals 1992, als er Präsident werden wollte inmitten eines Chors von Kritikern, die ihn als zu unerfahren abtaten, mit Barack Obama, der gleichfalls als zu unerfahren betrachtet werde. Obama aber wisse, was nun zu tun sei, ein Garant sei er für ein besseres Amerika, sagte Clinton unter tosendem Beifall.

Denn zweierlei sei in den vergangenen acht Jahren in die Binsen gegangen: Das Land stecke innnenpolitisch in einer Krise mit stagnierenden Löhnen und Gehältern, mit ungelösten Umweltproblemen und wachsender Ungleicheit. Zugleich habe der internationale Führungsanspruch der Vereinigten Staaten gelitten und müsse sich die Nation vermehrt auf diplomatische Lösungen besinnen, sagte Clinton. Ein Präsident Barack Obama werde dies tun, versicherte der ehemalige Präsident den Delegierten des Parteitags.

Michelle Obama applaudiert Bill Clinton

Der Präsidentschaftskandidat weilte nicht in Denver, seine Gattin Michelle aber erhob sich wiederholt und demonstrativ, um Bill Clinton Beifall zu spenden. Einen meistervollen Auftritt absolvierte der ehemalige Präsident, weil er klar zeigte, wohin sich das Land unter einem Präsidenten McCain bewegen würde: Mehr Stillstand, mehr aussenpolitischer Imageschaden, mehr Isolierung. Begeistert bejubelte ihn der Parteitag am Mittwochabend – und einmal mehr zeigte der Ex-Präsident, dass er acht Jahre nach dem Ende seiner Präsidentschaft noch immer im Stande ist, seiner Partei den Kopf zu verdrehen.

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