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Clooney und Obama sammeln Geld in Genf

Das grösste Spendertreffen für den Präsidentschaftskandidaten ausserhalb den USA findet am Genfersee statt.

George Clooney kommt als Ehrengast an das Spendertreffen vom nächsten Dienstag, an dem zwischen 500'000 und 750'000 Dollar für Barack Obama gesammelt werden. Der Anlass sei der bedeutendste ausserhalb der USA, erklärte der Anwalt Charles Adams am Parteitag in Denver. «Wir erhalten jeden Tag weitere Zusagen und rechnen mit einem vollen Erfolg.»

Der Abend ist amerikanischen Staatsbürgern vorbehalten, da nur ihnen erlaubt ist, Wahlkampfspenden zu leisten. Erkenntlich zeigen können sich die Obama-Gönner entweder bei einem Cocktail-Empfang mit dem Schauspieler George Clooney, der sich erstmals direkt in dieser Form für Obama einsetzen will, oder anschliessend daran an einem exklusiven Abendessen in der Wohnung von Adams in Genf. «Ich kenne Clooney noch nicht persönlich, bin aber sicher, dass er ein sehr attraktiver Gast ist. Wir sind auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Interesse an diesem Anlass.»

Gäste in den Kronleuchtern

Clooney hat sich bereit erklärt, über sein politisches Engagement zu sprechen und Fragen der Gäste zu beantworten, sagte Adams. «Falls nötig, könnten wir einige Gäste oben in den Kronleuchtern unterbringen», fügte er scherzend an. Wieviel der Abend einbringen soll, will die Demokratische Partei wie üblich nicht bekannt geben. Das Nachtessen ist auf 75 Gäste limitiert, die dafür je 10'000 Dollar hinblättern müssen. Für den Empfang werden gemäss Adams 100 bis 140 Gäste erwartet; sie zahlen dafür je 1000 Dollar.

Verglichen mit den Spendenanlässen in den USA sind die bis zu 750'000 eingesammelten Dollar wenig. In San Francisco etwa brachte Obama an einem Tag 7,8 Millionen Dollar zusammen. Dennoch ist Genf nach Ansicht von Adams die grösste Spendenaktion ausserhalb der USA. Obama werde sich dafür möglicherweise über eine Videoeinspielung bei den Gäste bedanken.

Schweiz als Obama-Hochburg

Die Schweiz gilt als Hochburg Obamas. Von den hier ansässigen Ausland-Demokraten stimmten in den Vorwahlen 72 Prozent für Obama und nur 28 Prozent für Hillary Clinton. Die Ausland-Demokarten stellen in Denver 22 Delegierte, und sie haben nur je eine halbe Stimme zugut. Ausschlaggebend sind sie damit im Konzert der fast 5000 Delegierten nicht. «Wichtig ist nur, dass die Partei geeint ist», sagt Adams. «Hillary Clinton hat mit ihrem eleganten, grosszügigen Auftritt viel zu einer Einigung beigetragen. Sie war überzeugend und ehrlich».

Der 61-jährige Adams ist Partner der international tätigen Anwaltskanzlei Hogan & Hartson. Zwischen 1968 und 1970 arbeitete er für das US-Friedenskorps in Ostafrika; in Genf ist er seit 1986 wohnhaft. Er gehört der nationalen Finanzkommission der Demokratischen Partei an.

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