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Er war schmächtig, klein und hatte antifaschistische Ideen

Der 19-jährige Clément Méric wurde in Paris Opfer rechtsradikaler Gewalt. Was ist der Hintergrund in Frankreich für diesen tödlichen Hass?

Gegen Rechts: Demonstranten recken ihre Fäuste in die Luft, um an der Place Saint-Michel gegen rechtsradikale Gruppierungen zu protestieren.
Gegen Rechts: Demonstranten recken ihre Fäuste in die Luft, um an der Place Saint-Michel gegen rechtsradikale Gruppierungen zu protestieren.
Etienne Laurent, Keystone

Das Entsetzen ist gross, doch überrascht scheint niemand zu sein. In Frankreich sorgt das Drama um einen jungen antifaschistischen Studenten, der im Zentrum von Paris von Neonazis totgeschlagen worden ist, für eine hitzige Diskussion über das politische Klima im Land, die Banalisierung radikaler Ansichten im öffentlichen Diskurs und über den Umgang des Staates mit gewalttätigen, extremistischen Gruppen. Viele Menschen versammelten sich gestern Abend auf der Pariser Place Saint-Michel, um die Auflösung dieser Gruppen zu fordern und das Andenken am Clément Méric zu bewahren, einen 19-Jährigen aus Brest, der seit einem Jahr mit einem Stipendium an der Pariser Universität Sciences Po studiert hatte und nun zur tragischen Symbolfigur wird.

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