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Es geht ums Geld, Dummkopf

Bei der Annäherung zwischen Obama und Castro geht es nicht um Demokratie, sondern ums Geschäft.

Kommt es heute Abend (10. April 2015) zum offiziellen Handshake dieser beiden bisherigen Kontrahenten? US-Präsident Barack Obama und Raul Castro trafen sich am 10. Dezember 2013 bei der Abdankungsfeier für Nelson Mandela in Südafrika.
Kommt es heute Abend (10. April 2015) zum offiziellen Handshake dieser beiden bisherigen Kontrahenten? US-Präsident Barack Obama und Raul Castro trafen sich am 10. Dezember 2013 bei der Abdankungsfeier für Nelson Mandela in Südafrika.
Reuters
Bei der Trauerfeier für Südafrikas früheren Präsidenten Nelson Mandela kommt es zu einer historischen Begegnung zwischen US-Präsident Barack Obama und Kubas Staatspräsidenten Raúl Castro.
Bei der Trauerfeier für Südafrikas früheren Präsidenten Nelson Mandela kommt es zu einer historischen Begegnung zwischen US-Präsident Barack Obama und Kubas Staatspräsidenten Raúl Castro.
Getty Images/Chip Somodevilla
Amerikanische und sowjetische Soldaten begrüssen sich als Verbündete. Beide kämpfen gegen Nazi-Deutschland.
Amerikanische und sowjetische Soldaten begrüssen sich als Verbündete. Beide kämpfen gegen Nazi-Deutschland.
Keystone
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Zehn Sekunden dauerte die Begegnung zwischen US-Präsident Barack Obama und dem kubanischen Staatschef Raúl Castro an der Trauerfeier für Mandela in Südafrika. Ein Handschlag, ein paar Worte, das wars. Doch welche Worte? Vielleicht ein männerbündlerisches «Wann kommen wir ins Geschäft?».

Wohl kaum, doch letztlich treibt dies Obama und Raúl Castro an, sich nach über 50 Jahren Feindschaft endlich zu versöhnen. «Es ist die Wirtschaft, Dummkopf», wie einst Bill Clinton es auf den Punkt brachte. Vor allem Raúl Castro hat es eilig, sich mit den USA so weit zu versöhnen, damit in Washington die Schrauben des Handelsembargos weiter gelockert werden. Der Grund für Raúls Eile heisst Mariel, Kubas grösstes Infrastrukturprojekt seit der Revolution 1959. Mariel ist ein alter Jachthafen, der 1980 weltweit berühmt wurde, weil von dort aus in einem Massenexodus 125'000 Kubanerinnen und Kubaner mit Flössen und Kleinbooten in die USA flüchteten.

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