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«Es wird ein schmutziger Fight»

Witali Klitschko kämpft für die Demokratie. Nach dem gescheiterten Misstrauensvotum gegen die Regierung Janukowitsch kehrt der Machtkampf zurück auf die Strasse.

Der Starke ist am mächtigsten allein: Witali Klitschko an einer Demonstration in Kiew.
Der Starke ist am mächtigsten allein: Witali Klitschko an einer Demonstration in Kiew.
Gleb Garanich, Reuters

Ein Boxweltmeister, noch dazu im Schwergewicht, müsste einen kräftigen Händedruck haben. So denkt man sich das. Bei Witali Klitschko ist allerdings kaum etwas so, wie man sich das denkt. Seine Begrüssung ist schüchtern, fast weich. Er nimmt sich bewusst zurück. Dieser zwei Meter grosse Koloss könnte mit Macht zupacken. Daran gibt es beim Blick in die dunklen Augen keinen Zweifel. Klitschko fixiert sein Gegenüber zielgenau. Er hält jedem Blick stand, ohne mit einer Wimper zu zucken. Mit der Hand jedoch sagt er: «Ich könnte dir wehtun, aber ich will nicht. Ich bin auf deiner Seite.» Diese Menschlichkeit des Kriegers ist überraschend, fast verstörend. Und schön ist sie auch.

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