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1 Million Euro für Klärung von Journalisten-Mord

Malta greift für den entscheidenden Hinweis zur Aufklärung des Attentats auf Daphne Caruana Galizia tief in die Tasche.

Sie schrieb pausenlos über die «Vetternwirtschaft, die hierzulande als normal akzeptiert wird»: Die investigative Journalistin Daphne Caruana Galizia. (Archiv)
Sie schrieb pausenlos über die «Vetternwirtschaft, die hierzulande als normal akzeptiert wird»: Die investigative Journalistin Daphne Caruana Galizia. (Archiv)
Matthew Mirabelli, AFP
Ein Jahr nach dem Mord gedachten Menschen auf Malta der Journalistin. (16. Oktober 2018)
Ein Jahr nach dem Mord gedachten Menschen auf Malta der Journalistin. (16. Oktober 2018)
John Borg, Keystone
«Der Stift wird die Angst besiegen»: Auf allen maltesischen Zeitungen prangte am 22. Oktober dieses Titelbild.
«Der Stift wird die Angst besiegen»: Auf allen maltesischen Zeitungen prangte am 22. Oktober dieses Titelbild.
Matthew Mirabelli, AFP
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Die maltesische Regierung hat eine Belohnung von einer Million Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Aufklärung des Mordes an der Enthüllungsjournalistin Daphne Caruana Galizia führen. «Dieser Fall ist von so aussergewöhnlicher Bedeutung, dass er aussergewöhnliche Massnahmen erfordert», erklärte die Regierung am Samstag. Am Sonntag gingen in der Hauptstadt Valletta tausende Menschen zum Gedenken an die getötete Journalistin auf die Strasse.

«Der Gerechtigkeit muss Genüge getan werden, egal was es kostet», hiess es in der Erklärung der Regierung. Aussagewillige könnten dem vollständigen Schutz der Regierung unterstellt werden.

In Valetta folgten am Sonntag tausende Malteser einem Demonstrationsaufruf von Bürgerrechtsgruppen. Darin hiess es, Malta solle sich «als geeinte Nation» gegen das tödliche Attentat stellen. Die Veranstaltung sollte parteipolitisch neutral bleiben. Abgeordnete bekamen kein Rederecht.

Galizia deckte mehrere Korruptionsaffären auf

Auf Plakaten der Teilnehmer war zu lesen: «Die Journalisten lassen sich nicht zum Schweigen bringen», «Wir haben keine Angst» oder «Gauner gibt es überall». Die Zeitungen, auch diejenigen der politischen Parteien, erschienen mit demselben Aufmacher zur Verteidigung der Pressefreiheit.

Die 53-jährige Journalistin war am vergangenen Montag durch eine unter ihrem Auto befestigte Bombe getötet worden. Caruana Galizia hatte mehrere Korruptionsaffären aufgedeckt. Die Vorwürfe im Zusammenhang mit den «Panama Papers» hatten sich auch gegen die Ehefrau des Premierministers Joseph Muscat und andere Vertraute des Regierungschefs gerichtet.

AFP/sep

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