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1200 Germanwings-Helfer waren im Stadion

Als Dank sollten Rettungskräfte der Germanwings-Tragödie ein Fussballspiel geniessen. Doch stattdessen erlebten die Helfer die Terrorattacken hautnah mit.

Die Welt trauert: Hunderte Franzosen und Japaner versammeln sich bei der Französischen Botschaft in Tokyo zur Trauer.
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20 Minuten, Leserreporter
Europäische Hauptstädte verstärken die Sicherheitskontrollen: Französische Polizisten kontrollieren Autos in Menton. (14. November)
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Boris Horvat, AFP
Rettungskräfte evakuieren eine Frau aus dem Bataclan Theater und bringen sie in Sicherheit.
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Thibault Camus, AFP
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Mehrere Explosionen waren während des Testspiels zwischen Frankreich und Deutschland in Paris zu hören. Drei Selbstmordattentäter spengten sich in die Luft und töten mindestens eine weitere Person. Nach dem Abpfiff liefen hunderte verängstigte Zuschauer auf das Spielfeld, später wurden die Besucher aus dem Stadion geleitet.

Unter den Matchbesuchern waren auch 1200 Freiwillige und Angehörige der Rettungskräfte, die nach dem Germanwings-Absturz im März im Einsatz waren. Wie der «Spiegel» berichtet, lud die Lufthansa zum Länderspiel nach Paris ein. «Es sollte eigentlich ein Abend der deutsch-französischen Freundschaft und gegenseitigen Wertschätzung werden», sagte Airbus-Sprecher Rainer Ohler. Doch stattdessen erlebten die Helfer die Terrorattacken hautnah mit. Die Rettungskräfte waren nach Spielschluss mit hunderten anderen Fans im Stadion eingeschlossen, kamen aber nach ersten Informationen mit dem Schrecken davon.

Zuvor zeichnete der deutsche Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier bei einer Zeremonie in Paris drei Bürgermeister, zwei Präfekten und zwei Einsatzleiter mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Die sechs Männer und eine Frau hätten sich bei der Flugzeugtragödie mit 150 Toten «besonders verdient» gemacht, erklärte die Botschaft. Die Auszeichnung erfolge in «grosser Dankbarkeit», sagte Steinmeier. Die Helfer hätten sich «in ganz herausragender Art und Weise bei der Bergung der Opfer nach dem Absturz beteiligt und Angehörige betreut».

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