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20 Flüchtlinge verletzen sich auf Lampedusa selbst

Seit gestern erreichten 700 Migranten Lampedusa, wie die italienische Küstenwache heute berichtet. Mehrere Flüchtlinge haben sich offenbar selbst Verletzungen zugefügt. Sie wollen so eine Rückweisung verhindern.

Solche Szenen sollen verhindert werden: Ein Flüchtlingsboot aus Tunesien kommt auf Lampedusa an. (7. Mai 2011
Solche Szenen sollen verhindert werden: Ein Flüchtlingsboot aus Tunesien kommt auf Lampedusa an. (7. Mai 2011
Keystone
Entkräftet: Eine Gruppe von afrikanischen Flüchtlingen auf Lampedusa. (30. April 2011)
Entkräftet: Eine Gruppe von afrikanischen Flüchtlingen auf Lampedusa. (30. April 2011)
Keystone
Die italienische Küstenwache hat ihre Präsenz vor der Insel Lampeduas verstärkt.
Die italienische Küstenwache hat ihre Präsenz vor der Insel Lampeduas verstärkt.
Keystone
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Italien startete mit der Rückführung hunderter Migranten nach Tunesien. Für heute ist der Abflug von zwei Maschinen mit etwa 120 Flüchtlingen direkt von Lampedusa nach Tunesien geplant. Das sieht das Abkommen mit den tunesischen Behörden zur Bekämpfung der illegalen Migration vor.

Weitere 1000 Einwanderer befinden sich noch auf der Insel. Das Auffanglager der rund 20 Quadratkilometer grossen Insel ist wieder überfüllt. Die Behörden auf Lampedusa befürchten Revolten unter den tunesischen Migranten, die heimgeführt werden müssen. Daher wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

Migranten protestieren

Schon gestern war es zu Migrantenprotesten gekommen. Rund 20 Ausländer hatten sich selbst verletzt, um nicht heimgeführt zu werden. Inzwischen haben die ersten Flüchtlinge ein befristetes Visum erhalten, mit dem sie in alle Länder des Schengen-Raums reisen können.

Es handle sich um befristete Aufenthaltsgenehmigungen zu «humanitären» Zwecken, sagte Innenminister Roberto Maroni. «Die meisten Einwanderer wollen zu Freunden und Verwandten in Frankreich oder anderen europäischen Ländern», erklärte der Minister.

SDA/pbe

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