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300 US-Fallschirmspringer landen in der Ukraine

Angehörige der 173. Airborne-Brigade werden an die 900 ukrainische Gardisten trainieren. Von den prorussischen Separatisten und Russland selbst wird die Übung scharf kritisiert.

chk
Zu Übungen in der Ukraine eingetroffen: Die 173. Airborne-Brigade im Einsatz. (Archivbild)
Zu Übungen in der Ukraine eingetroffen: Die 173. Airborne-Brigade im Einsatz. (Archivbild)
Reuters

In der Ukraine sind am Freitag rund 300 US-Soldaten ungeachtet des anhaltenden Konflikts im Osten des Landes zu gemeinsamen Übungen mit ukrainischen Kämpfern eingetroffen.

Die Fallschirmjäger gehören der in Italien stationierten 173. Airborne-Brigade an. Sie sollen in den kommenden Wochen insgesamt etwa 900 sogenannte Gardisten trainieren, die die Regierungstruppen im Kampf gegen die prorussischen Separatisten unterstützen. Russland und die Rebellen in der Ostukraine kritisierten diesen Schritt.

«Verstoss gegen Minsker Abkommen»

Der Sprecher des russischen Aussenministeriums, Alexander Lukaschewitsch sagte, die Präsenz der US-Soldaten verstosse gegen einen Passus des derzeit geltenden Minsker Abkommens, wonach sich ausländische «bewaffnete Einheiten» nicht in der Ukraine aufhalten dürften. Zudem kritisierte er, dass es sich bei den ukrainischen Gardisten um «Ultranationale» handele, die sich mit «dem Blut von Frauen, Kindern und Älteren während ihrer Strafhandlungen» besudelt hätten.

Die Vereinten Nationen meldeten unterdessen, dass in dem einen Jahr seit Ausbruch der Kämpfe mindestens 6116 Menschen getötet worden seien. Offiziell gilt im Kampfgebiet in der Ostukraine derzeit ein in Minsk ausgehandelter Waffenstillstand. Dennoch hat sich die UNO-Opferschätzung seit Anfang März noch einmal um etwa 100 erhöht.

Tote trotz Feuerpause

Die UNO zeigten sich besorgt, dass Verstösse gegen die Feuerpause die Menschenrechtslage in der Konfliktregion weiter verschärften. Seit Anfang des Jahres seien 400 Zivilisten getötet worden, entweder durch Granatbeschuss oder bei Explosionen von Landminen und Sprengsätzen.

Prorussische Separatisten hatten vor einem Jahr den Kampf um Autonomie begonnen. Der Westen beschuldigt Russland, die Rebellen zu unterstützen. Zuletzt nahmen die Gefechte in der Ostukraine trotz des jüngsten geltenden Waffenstillstands wieder zu.

(AP)

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