350'000 Migranten kamen 2016 in der EU an

Die Grenzschutzbehörde Frontex veröffentlichte Zahlen zu den über die Türkei und das Mittelmeer in Europa eingetroffenen Flüchtlingen.

Die EU will mit einer Initiative die Migration aus Afrika eindämmen: Zwei Flüchtlingsfrauen in Bulgarien. (25. November 2016)

Die EU will mit einer Initiative die Migration aus Afrika eindämmen: Zwei Flüchtlingsfrauen in Bulgarien. (25. November 2016) Bild: Nikolay Doychinov/AFP

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In der Europäischen Union sind nach Angaben der Grenzschutzbehörde Frontex in diesem Jahr bislang rund 350'000 Migranten und Flüchtlinge angekommen. Exekutivdirektor Fabrice Leggeri sagte den «Ruhr-Nachrichten», rund 180'000 seien über die Türkei eingereist.

170'000 weitere kamen über das Mittelmeer von Libyen und Ägypten aus. Die Zahlen auf der östlichen Mittelmeerroute über die Türkei sind von Januar bis März hoch gewesen und dann stark zurückgegangen. Grund dafür ist laut Leggeri die Vereinbarung über Rückführungen zwischen der EU und der Türkei.

Zudem war die Balkanroute dicht gemacht worden. «Unsere Zusammenarbeit mit der Türkei läuft hervorragend», sagte Leggeri dazu. Auf der zentralen Mittelmeerroute aus Libyen und teilweise auch aus Ägypten sei die Zahl der Migranten dagegen um 20 Prozent gestiegen. «Der Druck nach Europa kommt zurzeit vor allem aus Afrika», sagte er.

100-Millionen-Hilfe

Erst am Donnerstag hatte die EU-Kommission mitgeteilt, dass eine Initiative dabei helfen soll, die Migration aus Afrika einzudämmen. Insgesamt 100 Millionen Euro sollen in die Versorgung von Migranten in Afrika oder Hilfe bei der Rückkehr in Heimatländer fliessen.

Deutschland steuert 48 Millionen Euro bei, Italien 22 Millionen. Der Rest kommt aus dem EU-Nothilfefonds für Afrika, wie die Behörde mitteilte. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) ist als Partner mit dabei. (chk/sda)

Erstellt: 17.12.2016, 06:00 Uhr

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