Anarchisten planten angeblich Brandschläge auf Banken

In Madrid ist es zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen. Polizisten setzten Schlagstöcke ein, Demonstranten warfen Steine. Zuvor hatte die Polizei vier Verdächtige festgenommen.

Einige Dutzend der etwa tausend Demonstranten wendeten Gewalt an: Ein Mann wirft einen Stein auf Polizisten. (25. April 2013)

Einige Dutzend der etwa tausend Demonstranten wendeten Gewalt an: Ein Mann wirft einen Stein auf Polizisten. (25. April 2013) Bild: Reuters

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Bei Protesten gegen die Sparmassnahmen der spanischen Regierung ist es am Donnerstagabend in Madrid zu Zusammenstössen gekommen. Nach einer Demonstration mit etwa tausend Teilnehmern in der Nähe des Parlaments warfen einige Dutzend Demonstranten Flaschen, Steine und Böller auf Polizisten.

Polizisten gingen daraufhin mit Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor, wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Vier Festnahmen

Drei Menschen wurden nach Angaben der Polizei bereits während der Demonstration festgenommen, die von drei Punkten in der Hauptstadt zum Kongressgebäude gezogen war. Bereits vor der Demonstration unter dem Motto «Belagert den Kongress» hatte die Polizei vier Anarchisten festgenommen, die Brandanschläge auf Banken geplant haben sollen.

Elf weitere Menschen wurden festgenommen, weil sie den Zugang zu einem Uni-Gebäude blockierten. Etwa 1400 Polizisten waren im Einsatz.

Arbeitslosenquote nochmals gestiegen

Zuvor hatte die spanische Statistikbehörde bekanntgegeben, dass die Arbeitslosenquote im Land erneut angestiegen ist. Demnach lag die Quote in den ersten drei Monaten dieses Jahres bei 27,16 Prozent. Sechs Millionen Menschen sind in Spanien ohne Arbeit. (mw/sda)

Erstellt: 26.04.2013, 07:34 Uhr

Heftige Auseinandersetzungen in Madrid. (Video: Reuters )

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