Anschläge im Baskenland

Im spanischen Baskenland sind in der Nacht zwei Bombenanschläge verübt worden. Eine Autobombe vor einer Polizeiwache in Ondarroa verletzte mindestens sieben Menschen leicht.

Ondarroa im Baskenland: Die Bombe riss Löcher in die Polizeiwache.

Ondarroa im Baskenland: Die Bombe riss Löcher in die Polizeiwache. Bild: Keystone

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Nach Angaben des Innenministeriums waren unter den Verletzten drei Polizisten. Bei dem Anschlag vor der Polizeiwache in Ondarroa wurden auch vier Passanten leicht verletzt.

Perfides Vorgehen

Die Attentäter gingen nach Angaben des Innenministeriums auf eine biser unbekannte Art und Weise vor: sie parkten ein mit Sprengstoff beladenes Auto vor dem Kommissariat und warfen dann Molotow-Cocktails, um die Polizisten aus der Wache zu locken.

Danach zündeten sie die Bombe. Die Polizeiwache, an der erheblicher Sachschaden entstand, liegt in einem unbewohnten Gebiet.

Sachschaden an Bank

Ziel des ersten Anschlags wenige Stunden zuvor war eine Niederlassung der Bank Caja Vital in einem Vorort von Vitoria. Dabei entstand erheblicher Sachschaden. Verletzt wurde niemand. Vor der Explosion hatte ein anonymer Anrufer im Namen der baskischen Untergrundorganisation ETA vor dem Sprengsatz gewarnt.

Spanische Medien vermuteten auch hinter dem zweiten Anschlag die ETA. Diese kämpft seit fast 40 Jahren gewaltsam für die Unabhängigkeit des im Nordenwesten Spaniens gelegenen Baskenlandes. Dabei wurden mehr als 820 Menschen getötet. Die EU und die USA betrachten die ETA als Terrororganisation.

Lange Haftstrafen

Am Mittwoch hatte ein spanisches Gericht die Auflösung der ETA- nahen Gruppe Askatasuna angeordnet, die inhaftierte Mitglieder der baskischen Untergrundorganisation unterstützt hat.

Wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung wurden zudem 21 ranghohe Mitglieder der Askatasuna zu langen Haftstrafen verurteilt. Am Dienstag wurde zudem die nationalistische Baskenpartei ANV wegen ihren Verbindungen zur Batasuna, dem politischen Arm der ETA, verboten. (cpm/sda)

Erstellt: 21.09.2008, 15:10 Uhr

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