Chodorkowski spricht sich für Sotchi aus

Ein allfälliger Olympia-Boykott wird in westlichen Ländern zurzeit heftig diskutiert. Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski ermuntert nun überraschend zu einer Teilnahme.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der begnadigte Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski hat sich gegen einen Boykott der Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi im Februar ausgesprochen. Die Winterspiele seien ein «Fest des Sportes, ein Fest für viele Millionen Menschen», sagte Chodorkowski heute bei einer Pressekonferenz in Berlin. «Man sollte dieses Fest nicht verderben, man sollte es auch nicht gerade zu einem persönlichen Fest für Präsident (Wladimir) Putin machen», sagt der 50-Jährige mit Blick auf Kritik an der Menschenrechtslage in Russland.

Chodorkowski war als ehemaliger Chef des inzwischen zerschlagenen Ölkonzerns Yukos 2003 festgenommen und zwei Jahre später wegen Betrugs und Steuerhinterziehung verurteilt worden. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte den früheren Ölmagnaten am Freitag nach mehr als zehn Jahren Lagerhaft begnadigt. Chodorkowski wurde umgehend aus dem Gefängnis entlassen und reiste überraschend nach Berlin, wo er vom ehemaligen Bundesaussenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) empfangen wurde.

(mrs/AFP)

Erstellt: 22.12.2013, 14:58 Uhr

Bildstrecke

Artikel zum Thema

Sotschi 2014: Heuchler oder Putin-Statisten?

Kommentar Ueli Maurer und Didier Burkhalter besuchen die Winterspiele, François Hollande und Joachim Gauck winken ab. Was ist richtig? Mehr...

«Es reicht, wenn Ueli Maurer geht»

Bürgerliche Politiker fordern offenbar einen Olympia-Boykott – Bundespräsident Didier Burkhalter solle seine Sotschi-Reise absagen. Mehr...

Zwei Bundesräte beehren die Schweiz in Sotschi

Allgemeines Für die Olympischen Winterspiele in Sotschi vom kommenden Februar kündigen zwei Bundesräte ihre Aufwartung an. Didier Burkhalter und Ueli Maurer werden die Schweizer Sportler offiziell besuchen. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Weiterbildung

Gamen in der Schule

Die Schule bereitet Kinder auf die Arbeitswelt vor. Das Rüstzeug soll auch spielerisch vermittelt werden.

Kommentare

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Gross ist die Hoffnung: In Kashmir sucht ein indisches Mädchen am letzten Tag von Navratri, einem der wichtigsten Feste im Hinduismus, nach versenkten Münzen. (17. Oktober 2018)
(Bild: EPA/Jaipal Singh) Mehr...