Der grosse britische Showdown

Im englischen Sender ITV traten alle britischen Parteichefs zu einer grossen TV-Debatte an. Einige Aussenseiterkandidaten konnten gemäss Umfragen punkten.

Nicola Sturgeon von der SNP und Premierminister David Cameron (r.) während der ITV-Debatte.

Nicola Sturgeon von der SNP und Premierminister David Cameron (r.) während der ITV-Debatte. Bild: Reuters

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Die Spitzenkandidaten von sieben britischen Parteien haben sich in einer TV-Debatte einen leidenschaftlichen Schlagabtausch geliefert. Die Ausgangslage vor den Wahlen am 7. Mai ist offen.

Eine Blitzumfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov direkt nach der Debatte sah überraschend die Vorsitzende der schottischen Unabhängigkeitspartei SNP, Nicoloa Sturgeon, als klare Siegerin mit einer Zustimmung von 28 Prozent.

Debatte über Einwanderungspolitik

Ein zweiter Stelle folgte der Rechtspopulist Nigel Farage von der United Kingdom Independence Party (UKIP). Premierminister David Cameron lag in dieser Umfrage knapp vor seinem Herausforderer Ed Miliband an dritter Stelle. Eine andere Umfrage des Instituts ICM sah Herausforderer Ed Miliband knapp vor Amtsinhaber Cameron.

Es war die einzige Fernsehdebatte, in der konservative Premierminister Cameron und Miliband von der sozialdemokratischen Labour-Partei direkt aufeinandertrafen. Cameron hat ein Duell mit Miliband, wie es von der Öffentlichkeit gefordert worden war, abgelehnt.

Die Parteichefs setzten sich vor allem über die Hauptthemen des Wahlkampfes wie Gesundheits- und Einwanderungspolitik auseinander.

Miliband mit mehr Optionen

Die Parlamentswahl am 7. Mai gilt als die knappste seit Jahrzehnten. Umfragen sehen die beiden grossen Parteien Kopf an Kopf. Wahlforscher sehen aufgrund des britischen Wahlsystems leichte Vorteile für Miliband. Er hat mehr Optionen hinsichtlich Bündnissen mit anderen Parteien als Cameron.

Alle Umfragen sagen bisher voraus, dass eine absolute Mehrheit höchst unwahrscheinlich erscheint. Auch eine Fortsetzung der bisherigen Koalition von Konservativen und Liberaldemokraten würde derzeit rechnerisch keine ausreichende Mehrheit bekommen. (bru/sda)

Erstellt: 03.04.2015, 06:52 Uhr

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